26.3.2025 | Pressemeldung

Petition für Mindestlohn in der Dentalbranche

Vor allem Zahnmedizinische Fachangestellte sowie angestellte Zahntechnikerinnen sind betroffen

Der Verband medizinischer Fachberufe e.V. (vmf) hat eine Online-Petition zum Mindestlohn in der Dentalbranche gestartet. Ziel ist es, für Zahnmedizinische Fachangestellte sowie angestellte Zahntechnikerinnen und Zahntechniker über das Arbeitnehmer-Entsendegesetz einen Branchenmindestlohn von 17,50 Euro zu erreichen.

Ab sofort kann die Petition auf www.openpetition.de unterzeichnet werden.

Sylvia Gabel, Referatsleiterin für Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) und Karola Will, Referatsleiterin Zahntechnik im vmf, fordern möglichst viele dazu auf, das Vorhaben zu unterstützen. „Schon jetzt ist der Fachkräftemangel bei ZFA dramatisch spürbar. Laut einer 2024 veröffentlichten Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) sollen im Jahr 2027 über 11.000 qualifizierte Zahnmedizinische Fachangestellte fehlen“, erklärt Sylvia Gabel. Karola Will ergänzt: „Die Zahl der neuen Ausbildungsverträge und der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Zahntechnikerinnen und Zahntechniker sinkt stetig. Damit ist die flächendeckende zahnärztliche Versorgung sowie die Versorgung mit Zahnersatz bzw. dessen Instandsetzung gefährdet.“

Trotz ihrer zentralen Rolle für die Mundgesundheit in Deutschland und einem hohen Verantwortungsgrad liegen die Gehälter für diese Fachkräfte nach 3- bzw. 3 ½- jähriger Ausbildung nach wie vor im Niedriglohnbereich.

Hannelore König, vmf-Präsidentin verweist auf die Tarifsituation: „Für ZFA vertreten die Tarifpartner nur die Kammerbereiche Hamburg, Hessen, Niedersachsen, das Saarland und Westfalen-Lippe. Gegenwärtig sind die Verhandlungen festgefahren. In den Dentallaboren gibt es keine Tarifpartner. Das Ergebnis sehen wir unter anderem in den Gehältern: Laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit lag das mittlere monatliche Bruttoentgelt (Median) für vollzeitbeschäftigte Zahnmedizinische Fachangestellte im Jahr 2023 bei 2.521 Euro. Ein Viertel erhält weniger als 2.177 Euro in Vollzeit und somit 12,57 Euro pro Stunde. In den östlichen Bundesländern liegt der Median sogar nur zwischen 2.363 Euro in Brandenburg und 2.274 Euro in Thüringen. Für das Zahntechnikhandwerk wird ein monatliches Vollzeitentgelt von 2.982 Euro angegeben. Wobei die geschlechtsbezogene Lohndifferenz mit 19,8 Prozent besonders hoch ist. Der Bruttostundenlohn von vollzeitbeschäftigten Zahntechnikerinnen betrug im Median 15,55 Euro pro Stunde. Die männlichen Kollegen erhielten 19,38 Euro. Im öffentlichen Interesse und mit Blick auf die Mundgesundheit der Bevölkerung muss die Bundesregierung aktiv werden und den Branchenmindestlohn per Gesetz verordnen. Zugleich muss die Gegenfinanzierung - analog der Pflegebranche und anderer Berufe im Gesundheitswesen - durch gesetzliche Regelungen im Sozialgesetzbuch - SGB V - gesichert werden.”

Weitere Informationen auf unserer Aktionsseite

Hier kommen Sie direkt zu Ihrem Landesverband

Bundesweite Terminübersicht

21.10.2026 17:00 - 19:00 Uhr

Webinar: Inklusive Medizin – Schmerzerkennung bei Menschen mit komplexen Behinderungen
Termin anzeigen
28.10. - 31.10.2026
12057 Berlin
DVG-Vet-Congress 2026
Termin anzeigen
28.10.2026 15:00 - 18:00 Uhr
21481 Lauenburg
Schwierige Patient*innen – Gewalt in der Praxis
Termin anzeigen
28.10.2026 18:00 - 20:30 Uhr
Online
1. Impfen: Was gibt es Neues? - 2. "Entspanntes Impfmanagement" - Vorteile des elektronischen Impfsystems
Termin anzeigen
07.11.2026 09:00 - 12:00 Uhr
90419 Nürnberg
Polypharmazie
Termin anzeigen
07.11.2026 10:30 - 13:00 Uhr
18119 Rostock
Resilienztraining, Stressbewältigung und Burnout-Prävention
Termin anzeigen
14.11.2026 10:00 - 13:00 Uhr
01257 Dresden
Der Umgang mit Tod und Trauer im Praxisalltag
Termin anzeigen
14.11.2026 12:00 Uhr
39104 Magdeburg
Stammtisch der Bezirksstelle Halle/Magdeburg
Termin anzeigen