4.5.2020 | Pressemeldung

Zahnarztpraxen ohne Schutzschirm: Arbeits- und Ausbildungsplätze gefährdet

Heute wurde die Versorgungsstrukturen-Schutzverordnung veröffentlicht
Verband medizinischer Fachberufe e.V. warnt vor dramatischen Konsequenzen für Zahnmedizinische Fachangestellte und angestellte Zahntechniker/innen


Die Kürzung des ursprünglichen Sozialschutzpakets für Zahnarztpraxen auf einen reinen Kredit wird sich unmittelbar auf die Arbeits- und Ausbildungsplätze der mehr als 200.000 Zahnmedizinischen Fachangestellten (ZFA) auswirken. Darauf macht der Verband medizinischer Fachberufe e.V. als Interessenvertretung der Zahnmedizinischen Fachangestellten (ZFA) und der angestellten Zahntechniker/innen aufmerksam.

„Viele der mehr als 200.000 sozialversicherungspflichtig beschäftigten ZFA werden ihren Job verlieren, viele der mehr als 30.000 Auszubildenden ihren Ausbildungsbetrieb“, erklärt Sylvia Gabel, Referatsleiterin ZFA im Verband medizinischer Fachberufe e.V. „Bis zum Pandemie-Beginn war die Nachfrage nach gut aus- und weitergebildeten ZFA groß. In diesem Beruf wie auch im nachgelagerten Zahntechnikhandwerk gab es mehr freie Stellen als Arbeitslose. Unseren Umfragen zufolge hatte sich das bereits positiv auf die Gehälter ausgewirkt – wenn auch noch lange nicht ausreichend. Denn immer noch liegen ZFA-Gehälter häufig unter der Niedriglohngrenze von 2.203 Euro brutto. Wenn jetzt Zahnarztpraxen ihre Mitarbeiter/innen in die Arbeitslosigkeit schicken, dann versucht ein großer Teil der ZFA schließlich, in anderen Branchen unterzukommen und steht nicht mehr für die ambulante wohnortnahe zahnärztliche Versorgung zur Verfügung. Denn die Unzufriedenheit im Beruf war ohnehin schon groß.“

Sylvia Gabel erinnert: „Viele fortgebildete ZFA, Prophylaxeassistent(inn)en sowie Zahnmedizinische Fach- und Verwaltungsassistent(inn)en haben die Arbeit in den Zahnarztpraxen am Laufen gehalten und dazu beigetragen, dass sich die Mundgesundheit in der Bevölkerung kontinuierlich verbessert hat. Seit Beginn der Corona-Pandemie mussten die Behandlungen eingeschränkt werden – aus Gründen des Arbeitsschutzes und weil die Patienten verständlicherweise Angst hatten, sich zu infizieren. Es kann nicht sein, dass die Beschäftigten in Zahnarztpraxen anders behandelt werden als unserer Kolleginnen und Kollegen in Facharztpraxen, die ebenfalls weniger Patientinnen und Patienten betreuen konnten. Die Politik muss nun ihren Anteil dazu beitragen, diese Fachkräfte im ambulanten Gesundheitswesen zu halten und sie als systemrelevante Berufe zu fördern.“

Hier kommen Sie direkt zu Ihrem Landesverband

Bundesweite Terminübersicht

10.06.2020 14:30 - 16:30 Uhr
17033 Neubrandenburg
„Problemwunden“ - Was bedeutet das für Sie? - TERMIN WURDE ABGESAGT!
Termin anzeigen
10.06.2020 18:00 Uhr
74235 Erlenbach
Stammtisch der Bezirksstelle Neckar-Odenwald - TERMIN WURDE ABGESAGT!
Termin anzeigen
15.06. - 11.07.2020
Hannover
Fortbildung zur/zum betrieblichen Datenschutzbeauftragten
Termin anzeigen
17.06.2020 15:00 - 17:00 Uhr
01069 Dresden
Qualifizierte Fachkräfte für Morgen haben – oder in die Röhre schauen! Ausbilden – ist wichtig, dann aber richtig!
Termin anzeigen
18.06.2020 - 14.03.2021
48151 Münster
Gastroenterologische Endoskopie mit Sachkundelehrgang gem. §4 der MPBetreib V (5 Module)
Termin anzeigen
24.06.2020 14:30 - 16:30 Uhr
17033 Neubrandenburg
Infektionsschutz in der Zahnarztpraxis
Termin anzeigen
01.07.2020 19:00 - 21:30 Uhr
71638 Ludwigsburg
Wundfortbildung - Behandlung chronischer Wunden nach dem TIME-Konzept
Termin anzeigen
01.07.2020 19:00 - 21:00 Uhr
76532 Baden-Baden
Zusammen sind wir ein Dreamteam: Diabetes und Ernährung
Termin anzeigen