1.5.2026 | aktuelle Meldung
Bereits am 1. Mai 1886 legten Hunderttausende Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihre Arbeit nieder, um die Einführung des Acht-Stunden-Tages zu fordern. Dieser stellt bis heute eine zentrale Errungenschaft dar und steht sinnbildlich für grundlegende Werte wie Solidarität, Arbeitnehmerrechte und soziale Gerechtigkeit. Zugleich markiert dieser Tag einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung von Berufsverbänden und Gewerkschaften.
In der kommenden Ausgabe der „praxisnah“, dem sechsmal jährlich erscheinenden Verbandsorgan des Verbandes medizinischer Fachberufe e. V., wird die Bedeutung, Geschichte und Rolle von Berufsverbänden und Gewerkschaften nochmals ausführlich beleuchtet.
Gleichzeitig ist festzustellen, dass die hart erkämpften Rechte der Beschäftigten in den vergangenen Monaten zunehmend von wirtschaftlichen und politischen Akteuren infrage gestellt werden. So geraten unter anderem der Acht-Stunden-Tag, das Recht auf Teilzeit sowie Aspekte der sozialen Sicherung verstärkt unter Druck. In der öffentlichen Diskussion wird wiederholt behauptet, Beschäftigte in Deutschland arbeiteten zu wenig, Löhne seien zu hoch und die Arbeitsbereitschaft habe nachgelassen.
Besonders kritisch erscheinen in diesem Zusammenhang die jüngsten Äußerungen von Friedrich Merz, die mögliche Eingriffe in die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall betreffen, ebenso wie seine uneinheitlichen Positionen zur Absicherung der Renten. In hohem Maße besorgniserregend ist zudem, dass er in Gesprächen bereits die Abschaffung des Tags der Arbeit als gesetzlichen Feiertag ins Spiel gebracht hat.
Darüber hinaus bewertet der Verband medizinischer Fachberufe e. V., der sich auf gewerkschaftlicher Ebene für Medizinische, Tiermedizinische und Zahnmedizinische Fachangestellte sowie angestellte Zahntechnikerinnen und Zahntechniker einsetzt, das vorgestellte GKV-Sparpaket mit großer Besorgnis. Die vorgesehenen Kürzungen im ambulanten Gesundheitssektor, die sich nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung auf rund fünf Milliarden Euro jährlich belaufen, entsprechen einem Rückgang von etwa zehn Prozent.
Diese Einschnitte verschärfen den ohnehin bestehenden wirtschaftlichen Druck auf Arztpraxen in Human- und Zahnmedizin erheblich und erschweren eine angemessene Vergütung des medizinischen Fachpersonals zunehmend. Weitere Kürzungen bergen die konkrete Gefahr, dass qualifizierte Fachkräfte dem Berufsfeld den Rücken kehren oder erst gar nicht für diese Berufe gewonnen werden können. Dies beeinträchtigt nicht nur die Attraktivität der medizinischen Fachberufe, sondern gefährdet langfristig auch die Versorgungssicherheit der Patientinnen und Patienten.
Zudem stellen die geplanten Maßnahmen eine erhebliche Bedrohung für die Chancengleichheit in der medizinischen Versorgung dar. Wenn finanzielle Einschränkungen zu einer Reduzierung von Leistungen führen, besteht die Gefahr, dass die Qualität der Versorgung zunehmend von den individuellen finanziellen Möglichkeiten abhängt. Ein solcher Zustand widerspricht den Grundprinzipien eines solidarisch organisierten Gesundheitssystems.
Ein gleichberechtigter Zugang zu medizinischer Versorgung ist jedoch nicht allein eine gesundheitspolitische Fragestellung, sondern ein wesentlicher Bestandteil einer funktionierenden demokratischen Gesellschaft. Demokratie setzt voraus, dass alle Menschen – unabhängig von Herkunft, Einkommen oder sozialem Status – gleichwertigen Zugang zu grundlegenden Leistungen haben. Wird dieses Prinzip geschwächt, leidet auch das Vertrauen in staatliche Institutionen sowie die gesellschaftliche Teilhabe.
Eine leistungsfähige Gesundheitsversorgung ist nicht zum Niedrigpreis zu gewährleisten. Sie erfordert eine verlässliche Finanzierung sowie eine angemessene Vergütung derjenigen, die sie täglich sicherstellen.
Vor diesem Hintergrund gewinnt der Tag der Arbeit aktuell erneut an besonderer Bedeutung. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie ihre Interessenvertretungen sind gefordert, die politischen Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen und kritisch zu begleiten. Die Rolle von Berufsverbänden und Gewerkschaften ist dabei von zentraler und unverminderter Bedeutung.
Sie sind Medizinische, Tiermedizinische, Zahnmedizinische Fachangestellte oder angestellte/r Zahntechniker/in und möchten sich für diese wichtigen Berufe engagieren?
Dann setzen Sie sich mit der oder dem Vorsitzenden Ihres Landesverbandes in Verbindung. Ganz im Sinne unseres neuen Zieles, dass vom erweiterten Bundesvorstand neu formuliert, wurde:
Tag der Arbeit: Wichtiger denn je! Finger weg von den Arbeitnehmerrechten!
Der heutige Tag ist ein bedeutender bundesweiter Feiertag. Seine Relevanz liegt nicht in einem zusätzlichen arbeitsfreien Tag, sondern in seiner herausragenden historischen Bedeutung. Der Tag der Arbeit hat seinen Ursprung in der internationalen Arbeiterbewegung und wird in Deutschland seit dem Jahr 1890 offiziell begangen. Die zugrunde liegenden Beweggründe reichen jedoch deutlich weiter zurück.
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In der kommenden Ausgabe der „praxisnah“, dem sechsmal jährlich erscheinenden Verbandsorgan des Verbandes medizinischer Fachberufe e. V., wird die Bedeutung, Geschichte und Rolle von Berufsverbänden und Gewerkschaften nochmals ausführlich beleuchtet.
Gleichzeitig ist festzustellen, dass die hart erkämpften Rechte der Beschäftigten in den vergangenen Monaten zunehmend von wirtschaftlichen und politischen Akteuren infrage gestellt werden. So geraten unter anderem der Acht-Stunden-Tag, das Recht auf Teilzeit sowie Aspekte der sozialen Sicherung verstärkt unter Druck. In der öffentlichen Diskussion wird wiederholt behauptet, Beschäftigte in Deutschland arbeiteten zu wenig, Löhne seien zu hoch und die Arbeitsbereitschaft habe nachgelassen.
Besonders kritisch erscheinen in diesem Zusammenhang die jüngsten Äußerungen von Friedrich Merz, die mögliche Eingriffe in die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall betreffen, ebenso wie seine uneinheitlichen Positionen zur Absicherung der Renten. In hohem Maße besorgniserregend ist zudem, dass er in Gesprächen bereits die Abschaffung des Tags der Arbeit als gesetzlichen Feiertag ins Spiel gebracht hat.
Darüber hinaus bewertet der Verband medizinischer Fachberufe e. V., der sich auf gewerkschaftlicher Ebene für Medizinische, Tiermedizinische und Zahnmedizinische Fachangestellte sowie angestellte Zahntechnikerinnen und Zahntechniker einsetzt, das vorgestellte GKV-Sparpaket mit großer Besorgnis. Die vorgesehenen Kürzungen im ambulanten Gesundheitssektor, die sich nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung auf rund fünf Milliarden Euro jährlich belaufen, entsprechen einem Rückgang von etwa zehn Prozent.
Diese Einschnitte verschärfen den ohnehin bestehenden wirtschaftlichen Druck auf Arztpraxen in Human- und Zahnmedizin erheblich und erschweren eine angemessene Vergütung des medizinischen Fachpersonals zunehmend. Weitere Kürzungen bergen die konkrete Gefahr, dass qualifizierte Fachkräfte dem Berufsfeld den Rücken kehren oder erst gar nicht für diese Berufe gewonnen werden können. Dies beeinträchtigt nicht nur die Attraktivität der medizinischen Fachberufe, sondern gefährdet langfristig auch die Versorgungssicherheit der Patientinnen und Patienten.
Zudem stellen die geplanten Maßnahmen eine erhebliche Bedrohung für die Chancengleichheit in der medizinischen Versorgung dar. Wenn finanzielle Einschränkungen zu einer Reduzierung von Leistungen führen, besteht die Gefahr, dass die Qualität der Versorgung zunehmend von den individuellen finanziellen Möglichkeiten abhängt. Ein solcher Zustand widerspricht den Grundprinzipien eines solidarisch organisierten Gesundheitssystems.
Ein gleichberechtigter Zugang zu medizinischer Versorgung ist jedoch nicht allein eine gesundheitspolitische Fragestellung, sondern ein wesentlicher Bestandteil einer funktionierenden demokratischen Gesellschaft. Demokratie setzt voraus, dass alle Menschen – unabhängig von Herkunft, Einkommen oder sozialem Status – gleichwertigen Zugang zu grundlegenden Leistungen haben. Wird dieses Prinzip geschwächt, leidet auch das Vertrauen in staatliche Institutionen sowie die gesellschaftliche Teilhabe.
Eine leistungsfähige Gesundheitsversorgung ist nicht zum Niedrigpreis zu gewährleisten. Sie erfordert eine verlässliche Finanzierung sowie eine angemessene Vergütung derjenigen, die sie täglich sicherstellen.
Vor diesem Hintergrund gewinnt der Tag der Arbeit aktuell erneut an besonderer Bedeutung. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie ihre Interessenvertretungen sind gefordert, die politischen Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen und kritisch zu begleiten. Die Rolle von Berufsverbänden und Gewerkschaften ist dabei von zentraler und unverminderter Bedeutung.
Sie sind Medizinische, Tiermedizinische, Zahnmedizinische Fachangestellte oder angestellte/r Zahntechniker/in und möchten sich für diese wichtigen Berufe engagieren?
Dann setzen Sie sich mit der oder dem Vorsitzenden Ihres Landesverbandes in Verbindung. Ganz im Sinne unseres neuen Zieles, dass vom erweiterten Bundesvorstand neu formuliert, wurde: