7.8.2026 | Fachinformation
Die Weltstillwoche (World Breastfeeding Week) wurde als globale Kampagne von der World Alliance for Breastfeeding Action (Waba) 1991 initiiert. Sie wird in 120 Ländern jährlich begangen und gilt als größte gemeinsame Kampagne aller Organisationen, die das Stillen als natürliche und gesunde Säuglingsernährung fördern. Hierzu gehören auch die WHO und UNICEF. International findet sie jährlich vom 1. bis 7. August statt. In Deutschland wird sie traditionell in der 40. Kalenderwoche begangen, da eine Schwangerschaft symbolisch 40 Wochen dauert. In diesem Jahr findet die Weltstillwoche vom 28. bis 4. Oktober statt und wird bundesweit mit verschiedenen Aktionen unterstützt.
Der Runde Tisch Stillförderung
Seit 25 Jahren beschließt Der Runde Tisch Stillförderung Deutschland das Motto der Weltstillwoche. "Stillen. Deine Superkraft", so das Motto der Weltstillwoche 2026.
Das Motto der diesjährigen Weltstillwoche blickt auf die Besonderheiten von Muttermilch. Mit ihrer Einzigartigkeit in der Zusammensetzung bietet sie optimalen Schutz und passt sich stetig an die Bedürfnisse des Kindes an. Die Weltstillwoche möchte Mütter stärken, dieses Potential selbstbewusst zu nutzen.
Netzwerk Gesund ins Leben
Medizinische und wissenschaftliche Fachgesellschaften, Berufsverbände und Institutionen haben sich zu einem Netzwerk zusammengeschlossen, um die frühkindliche Gesundheit, von der Zeit vor der Schwangerschaft bis ins Kleinkindalter zu fördern. Das Netzwerk Gesund ins Leben bietet auf seiner Homepage neben Informationen für Familien, Empfehlungen, Infomaterialien und Fortbildungen zur Stillförderung und zum gesundheitsförderlichen Alltag in der Stillzeit für Fachkreise. Zusätzlich gibt es Antworten zu häufig gestellten Fragestellungen, wie beispielsweise zum richtigen Anlegen, zum Clusterfeeding (aus dem Englischen: Mahlzeiten-Häufung), wie sich Stillen und Beruf vereinbaren lassen oder auch, wie motivierende Beratung zum Stillen gelingt: www.gesund-ins-leben.de
Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) im Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)
Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen unterstützt die Anliegen der Weltstillwoche und stellt auf seiner Website Infos auch zu vergangenen Weltstillwochen zur Verfügung.
Neue S3-Leitlinie Stilldauer und Interventionen zur Stillförderung
Seit Februar liegt erstmals in Deutschland eine evidenzbasierte Leitlinie zur Stilldauer vor. Die S3-Leitlinie "Stilldauer und Interventionen zur Stillförderung" empfiehlt, reifegeborene Kinder in den ersten sechs Lebensmonaten ausschließlich oder überwiegend zu stillen. Darüber hinaus wird eine Gesamtstilldauer von mindestens zwölf Monaten empfohlen.
Begriffe zum Stillen und zur Ernährung mit Mutter- und Frauenmilch
Die Nationale Stillkommission (NSK) am Max Rubner-Institut hat eine umfassende Aktualisierung der Definitionen zum Stillen und zur Ernährung mit Mutter- und Frauenmilch vorgelegt. Die präzisen Begrifflichkeiten bieten eine verlässliche Grundlage für wissenschaftliches Arbeiten im Bereich der Stillforschung sowie für die pädiatrische Praxis und Stillberatung. Auch ermöglichen sie eine bessere Vergleichbarkeit von Daten und unterstützen damit eine gezielte Förderung der Säuglingsgesundheit in Deutschland, so die NSK.
Die Kern-Kategorien im Überblick:
Nationale Strategie zur Stillförderung
Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMEL) hat eine Nationale Strategie zur Stillförderung erarbeitet, die im Juli 2021 vom Bundeskabinett beschlossen wurde. Sie beruht auf Empfehlungen, die Vertreterinnen und Vertreter von Berufs- und Fachverbänden, öffentlichen Institutionen, der Länder, kommunaler Spitzenverbände, Krankenkassen, medizinischer Fakultäten und Kliniken sowie der Nationalen Stillkommission in einem partizipativen Prozess erarbeitet haben. Das Ziel der Strategie ist die nachhaltige Verbesserung der Stillfreundlichkeit in Deutschland und die Erhöhung der Stillmotivation.
Stillen
WeltstillwocheDie Weltstillwoche (World Breastfeeding Week) wurde als globale Kampagne von der World Alliance for Breastfeeding Action (Waba) 1991 initiiert. Sie wird in 120 Ländern jährlich begangen und gilt als größte gemeinsame Kampagne aller Organisationen, die das Stillen als natürliche und gesunde Säuglingsernährung fördern. Hierzu gehören auch die WHO und UNICEF. International findet sie jährlich vom 1. bis 7. August statt. In Deutschland wird sie traditionell in der 40. Kalenderwoche begangen, da eine Schwangerschaft symbolisch 40 Wochen dauert. In diesem Jahr findet die Weltstillwoche vom 28. bis 4. Oktober statt und wird bundesweit mit verschiedenen Aktionen unterstützt.
Der Runde Tisch Stillförderung
Seit 25 Jahren beschließt Der Runde Tisch Stillförderung Deutschland das Motto der Weltstillwoche. "Stillen. Deine Superkraft", so das Motto der Weltstillwoche 2026.
Das Motto der diesjährigen Weltstillwoche blickt auf die Besonderheiten von Muttermilch. Mit ihrer Einzigartigkeit in der Zusammensetzung bietet sie optimalen Schutz und passt sich stetig an die Bedürfnisse des Kindes an. Die Weltstillwoche möchte Mütter stärken, dieses Potential selbstbewusst zu nutzen.
Netzwerk Gesund ins Leben
Medizinische und wissenschaftliche Fachgesellschaften, Berufsverbände und Institutionen haben sich zu einem Netzwerk zusammengeschlossen, um die frühkindliche Gesundheit, von der Zeit vor der Schwangerschaft bis ins Kleinkindalter zu fördern. Das Netzwerk Gesund ins Leben bietet auf seiner Homepage neben Informationen für Familien, Empfehlungen, Infomaterialien und Fortbildungen zur Stillförderung und zum gesundheitsförderlichen Alltag in der Stillzeit für Fachkreise. Zusätzlich gibt es Antworten zu häufig gestellten Fragestellungen, wie beispielsweise zum richtigen Anlegen, zum Clusterfeeding (aus dem Englischen: Mahlzeiten-Häufung), wie sich Stillen und Beruf vereinbaren lassen oder auch, wie motivierende Beratung zum Stillen gelingt: www.gesund-ins-leben.de
Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) im Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)
Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen unterstützt die Anliegen der Weltstillwoche und stellt auf seiner Website Infos auch zu vergangenen Weltstillwochen zur Verfügung.
Neue S3-Leitlinie Stilldauer und Interventionen zur Stillförderung
Seit Februar liegt erstmals in Deutschland eine evidenzbasierte Leitlinie zur Stilldauer vor. Die S3-Leitlinie "Stilldauer und Interventionen zur Stillförderung" empfiehlt, reifegeborene Kinder in den ersten sechs Lebensmonaten ausschließlich oder überwiegend zu stillen. Darüber hinaus wird eine Gesamtstilldauer von mindestens zwölf Monaten empfohlen.
Begriffe zum Stillen und zur Ernährung mit Mutter- und Frauenmilch
Die Nationale Stillkommission (NSK) am Max Rubner-Institut hat eine umfassende Aktualisierung der Definitionen zum Stillen und zur Ernährung mit Mutter- und Frauenmilch vorgelegt. Die präzisen Begrifflichkeiten bieten eine verlässliche Grundlage für wissenschaftliches Arbeiten im Bereich der Stillforschung sowie für die pädiatrische Praxis und Stillberatung. Auch ermöglichen sie eine bessere Vergleichbarkeit von Daten und unterstützen damit eine gezielte Förderung der Säuglingsgesundheit in Deutschland, so die NSK.
Die Kern-Kategorien im Überblick:
- Ausschließliches Stillen: Ernährung ausschließlich mit Mutter- oder Frauenmilch. Ausgenommen sind nur Medikamente und Supplemente (Nahrungsergänzungsmittel). Es wird nicht zwischen Brust und Flasche unterschieden.
- Ausschließliche Muttermilchernährung: Das Kind erhält ausschließlich Milch der eigenen Mutter (an der Brust oder gefüttert).
- Frauenmilchernährung: Die Ernährung mit Milch von anderen Frauen (Spendermilch).
- Überwiegendes Stillen: Die Hauptnahrungsquelle ist Mutter- oder Frauenmilch. Wasser oder Tee werden nur gelegentlich gegeben. Beikost oder Muttermilchersatznahrung sind ausgeschlossen.
- Volles Stillen: Wissenschaftliche Sammelbezeichnung für ausschließlich und vorwiegend gestillte Kinder.
- Teilstillen: Das Kind erhält Mutter- oder Frauenmilch und zusätzlich Säuglingsanfangsnahrung (Formula) oder Beikost.
Nationale Strategie zur Stillförderung
Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMEL) hat eine Nationale Strategie zur Stillförderung erarbeitet, die im Juli 2021 vom Bundeskabinett beschlossen wurde. Sie beruht auf Empfehlungen, die Vertreterinnen und Vertreter von Berufs- und Fachverbänden, öffentlichen Institutionen, der Länder, kommunaler Spitzenverbände, Krankenkassen, medizinischer Fakultäten und Kliniken sowie der Nationalen Stillkommission in einem partizipativen Prozess erarbeitet haben. Das Ziel der Strategie ist die nachhaltige Verbesserung der Stillfreundlichkeit in Deutschland und die Erhöhung der Stillmotivation.