26.5.2026 | Fachinformation

Borreliose-Diagnostik

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) informiert auf ihrer Themenseite "Labordiagnostik" in einer aktuellen "LaborKompakt-Ausgabe" über die Diagnostik der frühen Lyme-Borreliose nach einem Zeckenstich.

In der zweiseitigen Ausgabe erhalten Ärztinnen und Ärzte einen Überblick zu Symptomen, empfohlenen Testverfahren und Besonderheiten bei der Diagnosestellung. Ein Ablaufschema zur Labordiagnostik verdeutlicht das empfohlene Vorgehen bei begründetem klinischen Verdacht auf eine Borrelien-Infektion, so die KBV.

Zecken sind in Deutschland mittlerweile ganzjährig aktiv, insbesondere von März bis November. Zeckenstiche sind nicht nur lästig, sondern können auch Krankheiten übertragen. Hierzu zählen die Lyme-Borreliose sowie die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), eine Virusinfektion. Anders als bei FSME, für die es eine Impfung gibt, handelt es sich bei der Lyme-Borreliose um Bakterien, gegen die es keine Impfung gibt, aber bei der eine Antibiotikatherapie wirksam ist.

Die Lyme-Borreliose ist eine durch das Bakterium Borrelia burgdorferi sensu lato verursachte entzündliche Multiorganerkrankung, die durch den Stich einer Zecke übertragen wird. Das Risiko zu erkranken lässt sich nicht direkt vorhersagen, da die Zahl der infizierten Zecken saisonal und regional stark schwankt. Nicht jeder Stich führt zu einer Übertragung und nicht jede Infektion muss symptomatisch verlaufen. Daher sollte die Einstichstelle bis zu 6 Wochen beobachtet und auf typische Symptome einer Borreliose geachtet werden. Entscheidend ist die rasche Entfernung der Zecke, da Borrelien meist erst nach etwa 12 Stunden übertragen werden, fasst die KBV zusammen.

Praxen können die aktuelle Ausgabe "LaborKompakt" auf der Themenseite der KBV downloaden und ausdrucken: www.kbv.de

Weitere Links:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG): Zecken überall: Warum der Schutz vor FSME und Borreliose nicht nur in Risikogebieten wichtig ist

Robert-Koch-Institut (RKI): Zeckenübertragene Erkrankungen

Antworten auf häufig gestellte Fragen, wie beispielsweise, warum man Zeckenstich und nicht Biss sagt, worauf man bei einem Zeckenstich achten sollte oder auch, warum keine Untersuchung auf Infektionserreger erfolgen muss, haben wir im internen Mitgliederbereich zusammengefasst.

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