30.1.2026 | Fachinformation

Brustkrebs-Früherkennung: 80 Prozent der im Mammographie-Screening entdeckten Tumore in frühen, prognostisch günstigen Stadien

Durch das Mammographie-Screening-Programm können Karzinome überwiegend in prognostisch günstigen Stadien gefunden werden, zeige der Evaluationsbericht 2023, den die Kooperationsgemeinschaft Mammographie-Screening kürzlich veröffentlichte.

Die Kooperationsgemeinschaft Mammographie-Screening organisiert das Früherkennungsprogramm. Träger dieses Programmes sind die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) gemeinsam mit dem GKV-Spitzenverband.

Das Programm wurde für Frauen von 50 bis 69 Jahren ab 2005 schrittweise eingeführt. Seit 2009 steht es flächendeckend zur Verfügung. Bundesweit sind - seit der Anhebung der Altersgrenze auf 75 Jahre am 1. Juli 2024 - etwa 14,5 Millionen Frauen anspruchsberechtigt.

Das Mammographie-Screening umfasst die alle zwei Jahre erfolgende schriftliche Einladung der Frau, die Screening-Untersuchung, die Durchführung der Abklärungsdiagnostik, die Diagnosestellung und die Überleitung in die Therapie.

Die KBV fasst auf ihrer Website zusammen:
"2023 wurden insgesamt rund 5,9 Millionen Frauen zur Untersuchung eingeladen, knapp 3,1 Millionen nahmen teil. Das entspricht einer Teilnahmerate von 52 Prozent. Beim Screening wurden knapp 19.500 Karzinome entdeckt. 82 Prozent davon waren ohne Lymphknotenbefall und 80 Prozent maximal zwei Zentimeter groß, was laut Bericht für die Frauen eine gute Prognose, einhergehend mit wesentlich schonenderen Behandlungsmethoden als bei fortgeschritteneren Tumoren, bedeute. Zum Vergleich: Vor Einführung des Screening-Programms 2005 wiesen nur 57 Prozent der Karzinome keinen Lymphknotenbefall auf und lediglich 49 Prozent waren maximal zwei Zentimeter groß.

Von den teilnehmenden Frauen im Berichtsjahr hatten 84 Prozent bereits in den Vorjahren ihren Anspruch auf Brustkrebsfrüherkennung im Mammographie-Screening-Programm wahrgenommen. Bei durchschnittlich 4 Prozent aller untersuchten Frauen wurde eine Auffälligkeit festgestellt, die zur Wiedereinladung für Abklärungsuntersuchungen führte.

Nehmen Frauen regelmäßig und im vorgegebenen Untersuchungsintervall an der Früherkennungsuntersuchung teil, ist der Vorteil der Früherkennung dem Bericht zufolge am deutlichsten ablesbar: 86 Prozent der Teilnehmerinnen an Folgeeinladungen nahmen im regulären Untersuchungsintervall von 22 bis 30 Monaten teil. Bei irregulären Folgeuntersuchungen nach einem Intervall von mehr als 30 Monaten sank die Rate der prognostisch günstigen Karzinome von 80,4 Prozent auf 74,6 Prozent ab.

Eine im vergangenen Jahr veröffentlichte Studie hatte gezeigt, dass das Mammographie-Screening-Programm deutlich zur Verringerung der Brustkrebssterblichkeit beiträgt. Unter den Frauen, die an dem Screening teilnahmen, gingen die Brustkrebs-Todesfälle zwischen 20 und 30 Prozent zurück. Die vom Bundesamt für Strahlenschutz koordinierte und von der Universität Münster federführend durchgeführte Studie hatte für das deutsche Mammographie-Screening-Programm untersucht, wie stark es die Brustkrebssterblichkeit tatsächlich verringert."

Zur vollständigen Meldung vom 15.01.2026 auf der Seite der KBV

Unsere Vizepräsidentin, Patricia Ley weist in diesem Zusammenhang auch auf die Krebsfrüherkennungs-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) hin, welche am 16.01.2026 in Kraft getreten ist. "Praxen können dieser beispielsweise Ziele, Anspruchsvoraussetzungen, strukturelle sowie organisatorische Voraussetzungen und Untersuchungen nach Lebensalter für Frauen und Männer entnehmen. Darüber hinaus enthält diese Informationen zur Anamnese, Diagnostik und Einladung zum Mammographie-Screening. Auch Hinweise für das Qualitätsmanagement lassen sich dort finden", fasst Patricia Ley zusammen.

Zur Krebsfrüherkennungs-Richtlinie des G-BA

Zur S3-Leitlinie Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms vom 19.12.2025

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