9.3.2021 | Fachinformation

FSME: Zahlen auf Rekordhoch - Bundesweit fünf neue FSME-Risikogebiete

Die Klimaerwärmung und die Folgen der Coronapandemie haben Experten zufolge die Zahl der FSME-Erkrankungen im vergangenen Jahr auf einen Rekordwert steigen lassen. In Deutschland seien 2020 so viele Menschen an der durch Zecken übertragenen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) er­­krankt wie nie seit Beginn der Meldepflicht vor 20 Jahren, teilte die Stuttgarter Universität Hohenheim mit.

„Wir hatten eine extreme Zeckenzahl und eine extreme Durchseuchung mit dem FSME-Virus“, sagte Ger­hard Dobler, Leiter des Nationalen Konsiliarlabors für FSME am Institut für Mikrobiologie der Bundes­wehr. Und durch die Coronapandemie hätten sich die Menschen häufiger draußen in der einheimischen Natur aufgehalten und dabei auch verstärkt FSME-Risikogebiete besucht.

Allerdings sind die Pandemie und die daraus resultierenden Verhaltensveränderungen der Menschen nicht der einzige Grund für die steigenden Zahlen. Laut Ute Mackenstedt, die an der Universität Hohen­heim das Fachgebiet für Parasitologie leitet, ist „das ganze Geschehen sehr komplex. Es gibt offensicht­lich Entwicklungen, die zu Veränderungen im Übertragungszyklus führen.

Fünf weitere Regionen in Deutschland sind als Risikogebiete für die meist von Zecken übertra­gene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) eingestuft worden – darunter erstmals auch ein Gebiet in Sachsen-Anhalt.

Es handelt sich um die Stadt Dessau-Roßlau, wie aus dem aktuellen Epidemiologischen Bulletin des Ro­bert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin hervorgeht. Neu hinzugekommen sind zudem jeweils ein Kreis in Bay­ern (Dillingen a. d. Donau), Hessen (Fulda), Sachsen (Mittelsachsen) und Thüringen (Weimarer Land). Ins­gesamt sind demnach nun 169 Kreise als FSME-Risikogebiete definiert.

Ärztekammer erinnert an FSME-Impfungen
Zu einer Impfung gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) rät die Landesärzte­kammer Baden-Württemberg. „Wer sich in der kalten Jahreszeit gegen FSME immunisieren lässt, sorgt dafür, dass die Impfung schon eine sehr gute Schutzwirkung für Frühling und Sommer aufbauen kann“, sagte der Präsident der Kammer, Wolfgang Miller.

Das FSME-Virus wird bekanntlich durch Zecken übertragen. Viele Erkrankungen verlaufen mild, aller­dings ist das Risiko einer schweren Erkrankung immer gegeben. In der ersten Phase verspüren Betroffe­ne häufig grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Abgeschla­genheit.

Später kann eine Entzündung des Gehirns, der Hirnhäute oder des Rückenmarks folgen. Möglich sind auch Atem­lähmungen, Lähmungen an Armen und Beinen sowie Schluck- und Sprachstörungen.

Für einen kompletten Impfschutz sind insgesamt drei Impfungen nötig – in der Regel im Abstand meh­rerer Monate. Ein guter Schutz für die laufende Saison besteht normalerweise bereits nach zwei Impfun­gen, die dritte Impfung sorgt für länger anhaltende Schutzwirkung. Aufgefrischt werden sollte die Im­munisierung nach ärztlicher Rücksprache alle drei bis fünf Jahre.

Quelle aerzteblatt.de

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