9.2.2017 | Fachinformation

Weibliche Genitalverstümmelung: Bundesfrauenministerium stellt Studie vor

Anlässlich des diesjährigen Internationalen Tages gegen weibliche Genitalverstümmelung hat das Bundesfrauenministerium erstmals eine empirische Studie mit Zahlen für Deutschland vorgestellt. Demnach leben hierzulande knapp 50.000 Frauen, die Opfer einer Genitalverstümmelung geworden sind. Nach Schätzungen sind zwischen 1.500 und 5.700 Mädchen, die in Deutschland leben, davon bedroht.

Staatssekretär Dr. Ralf Kleindiek, der die Ergebnisse der Studie präsentierte, unterstrich: „Die weibliche Genitalverstümmelung ist eine schwere Menschenrechtsverletzung. Sie verursacht unfassbare körperliche Qualen und seelisches Leid. Die Studie zeigt, dass das Thema auch bei uns in Deutschland hochaktuell ist - gerade auch vor dem Hintergrund von Flucht und Migration. Deshalb müssen wir handeln: Mit Aufklärung, Prävention und Strafverfolgung“, sagte Kleindiek auf einer Fachkonferenz von TERRE DES FEMMES, die im BMFSFJ stattfand.

Der Studie zufolge ist die Zuwanderung von Frauen und Mädchen aus Ländern, in denen die weibliche Genitalverstümmelung besonders verbreitet ist, in Deutschland von Ende 2014 bis Mitte 2016 um 40 Prozent gestiegen. Die Zahl der Betroffenen stieg demnach um knapp 30 Prozent. Die vom Bundesfrauenministerium geförderte Studie wurde von Integra, der Dachorganisation von Nichtregierungsorganisationen (NRO) gegen weibliche Genitalverstümmelung, in Zusammenarbeit mit der Ramboll Management Consulting GmbH durchgeführt. Die fünf Hauptherkunftsländer, aus denen die meisten der in Deutschland betroffenen Frauen und Mädchen stammen, sind: Eritrea, Irak, Somalia, Ägypten und Äthiopien.

Zur Pressemitteilung des BMFSFJ
„Unfassbare Qualen und seelisches Leid“

Informationen von Terre des Femmes
Internationaler Tag "Null-Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung"
Mitten unter uns – weibliche Genitalverstümmelung in Europa

Hier kommen Sie direkt zu Ihrem Landesverband

Bundesweite Terminübersicht

28.10.2026 18:00 - 20:30 Uhr
Online
1. Impfen: Was gibt es Neues? - 2. "Entspanntes Impfmanagement" - Vorteile des elektronischen Impfsystems
Termin anzeigen
07.11.2026 09:00 - 12:00 Uhr
90419 Nürnberg
Polypharmazie
Termin anzeigen
07.11.2026 10:30 - 13:00 Uhr
18119 Rostock
Resilienztraining, Stressbewältigung und Burnout-Prävention
Termin anzeigen
14.11.2026 10:00 - 13:00 Uhr
01257 Dresden
Der Umgang mit Tod und Trauer im Praxisalltag
Termin anzeigen
14.11.2026 12:00 Uhr
39104 Magdeburg
Stammtisch der Bezirksstelle Halle/Magdeburg
Termin anzeigen
18.11.2026 15:00 - 18:00 Uhr
Online
Wohnen ohne Barrieren
Termin anzeigen
19.11. - 21.11.2026
30521 Hannover
bpt-Kongress 2026
Termin anzeigen
22.11.2026 10:00 Uhr
47877 Willich
Infofrühstück der Bezirksstelle Mönchengladbach/Rhein-Kreis Neuss
Termin anzeigen