8.1.2024 | Pressemeldung

Krisengipfel der Ärzteschaft soll auch MFA in den Fokus nehmen

Vor dem Krisengipfel der Ärzteschaft mit dem Bundesgesundheitsminister am morgigen Dienstag appelliert die Präsidentin des Verbandes medizinischer Fachberufe e.V. (vmf), Hannelore König, unbedingt auch die Situation der Medizinischen Fachangestellten (MFA) in den Fokus zu nehmen.

„Mehr als 420.000 MFA arbeiten als sozialversicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer*innen im deutschen Gesundheitswesen. Die meisten davon in den ambulanten Arztpraxen. Dort tragen sie – in Ballungsgebieten wie im ländlichen Raum – entscheidend dazu bei, die Patientinnen und Patienten wohnortnah zu betreuen, zu versorgen und zu behandeln“, erklärt Hannelore König.

Viel zu viele MFA haben inzwischen aber aufgrund der hohen Stressbelastung, der geringen Gehälter und der fehlenden Anerkennung ihrer Leistungen den Beruf verlassen. Laut vmf-Onlineumfrage denken 39 Prozent der MFA mindestens mehrmals im Monat über den Ausstieg aus dem Beruf nach. Zwei Drittel sind unzufrieden mit dem Gehalt. „Dies überrascht nicht, denn 38 Prozent der Vollzeitbeschäftigten in Arzt- und Zahnarztpraxen verdienen weniger als 2.344 Euro brutto. Das hat die Bundesregierung selbst bestätigt. Im Vergleich dazu: Im gesamten Gesundheits- und Sozialwesen sind es 17 Prozent, in den Krankenhäusern hingegen 4,9 Prozent und in der öffentlichen Verwaltung ganze 2,3 Prozent.“

Inzwischen müssen Öffnungs- und Sprechzeiten reduziert, Untersuchungs- und Behandlungstermine verschoben werden, gehen niedergelassene Ärztinnen und Ärzte eher in den Ruhestand, weil das Personal fehlt. Das gefährdet die ambulante Versorgung und belastet die aktuellen Praxisteams zusätzlich.

„Deshalb müssen beim Krisengipfel auch Maßnahmen zur Stärkung der MFA thematisiert werden. Wie den Beschäftigten in der Pflege stehen auch den MFA im ambulanten Bereich faire und adäquate Gehälter zu. Wir fordern daher eine gesicherte Finanzierung der erbrachten notwendigen Leistungen aller Gesundheitsberufe in den Praxisteams und eine vollumfängliche und zeitnahe Gegenfinanzierung der Tarifsteigerungen“, fährt die vmf-Präsidentin fort.

Statt der versprochenen Stärkung und der Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Gesundheitsberufe, die in der Pandemie besonders belastet waren, habe es für die Arztpraxen aber nur Spargesetze gegeben. Nur für die Kinder- und Jugendarztpraxen sei die Aufhebung der Budgetierung umgesetzt worden. Die hausärztlichen Praxen warten nach wie vor und für die fachärztlichen Praxen wird die Entbudgetierung abgelehnt.

„Aber auch dort besteht eine Unterfinanzierung, die auch Leistungen der Medizinischen Fachangestellten betrifft. Die Budgetierung trifft daher ihre ohnehin schon viel zu niedrigen Gehälter. Das Versprechen des GKV-Spitzenverbandes, die Tarifsteigerungen für 2024 bei den Finanzierungsverhandlungen für 2025 direkt zu berücksichtigen, hilft uns nicht weiter. Hier ist mehr als ein Versprechen notwendig!“

Hier kommen Sie direkt zu Ihrem Landesverband

Bundesweite Terminübersicht

22.05.2024 17:00 - 20:00 Uhr
46045 Oberhausen
Heilmittel richtig verordnen und Rückläufer vermeiden
Termin anzeigen
05.06.2024 14:00 - 20:00 Uhr
44799 Bochum
Workshop Urologie Regional - Vorträge, Hands-On & kollegialer Austausch
Termin anzeigen
07.06.2024 14:00 - 17:00 Uhr
91054 Erlangen
Kompression- und Verbandstechniken - Fortbildung mit Workshop
Termin anzeigen
12.06.2024 15:00 - 17:00 Uhr
81247 München
Welcher Verband für welche Wunde? - Modernes Wundmanagement
Termin anzeigen
15.06.2024 10:00 - 12:00 Uhr
17192 Waren (Müritz)
Zahnärztliche Abchrechnung
Termin anzeigen
19.06.2024 - 31.07.2025
München & Frankfurt
Weiterbildung zur*m Veterinärmedizinischen Physikaltherapeut*in (VMPT®)
Termin anzeigen
21.06.2024 15:00 - 19:00 Uhr
36037 Fulda
Notfälle bei Kindern - Deeskalation in Konfliktsituationen
Termin anzeigen
26.06.2024 18:00 - 19:30 Uhr
79539 Lörrach
Impfungen: HPV, Pneumokokken und Impfausweis
Termin anzeigen