10.9.2018 | aktuelle Meldung

Ausschlussfrist in Tarifvertrag gilt nicht für Mindestlohnansprüche

Die Rechtsabteilung des Verbandes medizinischer Fachberufe e.V. informiert:

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat in seiner Entscheidung vom 20.06.2018 klargestellt, dass Ausschlussfristen in Tarifverträgen zwar grundsätzlich auch den Entgeltfortzahlungsanspruch im Krankheitsfall erfassen, jedoch in Höhe des gesetzlichen Mindestlohns unwirksam sind.

Das bedeutet, selbst wenn ein/e Arbeitnehmer/in den Anspruch auf Entgeltfortzahlung erst nach Ablauf der in einem Tarifvertrag vereinbarten Ausschlussfrist geltend macht, besteht ein Anspruch auf Entgeltfortzahlung für den betreffenden Zeitraum in Höhe des Mindestlohnes. Der darüber hinausgehende Teil des Gehaltes kann dagegen aufgrund der Regelung im Tarifvertrag verfallen und somit nicht mehr beansprucht werden.

Urteil des BAG vom 20.06.2018
Aktz.: 5 AZR 377/17

Link zur Pressemitteilung des BAG Nr. 33/18
Exklusiv für Verbandesmitglieder: FAQ zum Mindestlohn
Interner Bereich

Interner Bereich

für Mitglieder, Aktive und Berufsschullehrer
Passwort vergessen? Zur Registrierung

Info-Center

Info-Center Tel: (0234) 777 28-0
Fax: (0234) 777 28-200
Mo-Do   08.00 - 16.30 Uhr
Fr   08.00 - 14.00 Uhr
Kontaktformular Zur Geschäftsstelle

Rechtsberatung

für Mitglieder des Verbandes

(0234) 777 28-0 Telefonsprechzeiten:
Mo-Mi   11.00 - 15.30 Uhr
Fr   10.00 - 13.00 Uhr
Zur Rechtsabteilung

praxisnah

"praxisnah" ist das Verbandsorgan des Verbandes medizinischer Fachberufe e.V. Es erscheint sechsmal ...Mehr lesen