10.9.2025 | Fachinformation

Welt-Sepsis-Tag 2025

Zum Welt-Sepsis-Tag am 13. September fordert das Aktionsbündnis Patientensicherheit e. V. (APS), dass Sepsis-Symptome zum Allgemeinwissen aller Menschen in Deutschland werden müssen. Mindestens 230.000 Menschen erkranken jährlich in Deutschland an Sepsis, mindestens 85.000 versterben daran. Viele dieser Todesfälle wären durch frühzeitige Erkennung und Behandlung vermeidbar.

Mit der Kampagne #DeutschlandErkenntSepsis setzt sich das APS seit 2021 dafür ein, dass die Frage "Könnte es Sepsis sein?" zur Selbstverständlichkeit wird. "Denn während fast jeder die Symptome eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls kennt, wissen die wenigsten Menschen, woran sie eine Sepsis erkennen", erklärt Dr. Ruth Hecker, APS-Vorsitzende und Initiatorin der Kampagne.

Eine Sepsis - umgangssprachlich oft als "Blutvergiftung" bezeichnet - ist keine Vergiftung im herkömmlichen Sinn. Sie ist die schwerste Verlaufsform einer Infektion. Ursache sind fast immer Infektionserkrankungen, wie Lungenentzündungen, Harnwegsinfektionen oder Wundinfektionen. Eine Sepsis entsteht, wenn die körpereigenen Abwehrkräfte nicht mehr in der Lage sind, die Ausbreitung einer einfachen und örtlich begrenzten Infektion zu verhindern. Die Krankheitserreger dringen dann in den Brutkreislauf ein und lösen im Körper eine Überreaktion der Abwehrsysteme aus. Diese Kettenreaktion führt zu einer Schädigung der körpereigenen Organsysteme und Gewebe.

Warnzeichen sind:
  • Verwirrtheit, Orientierungslosigkeit, extreme Schwäche
  • Schnelle Atmung, Kurzatmigkeit, Atemnot
  • Herzrasen, niedriger Blutdruck
  • kalte, feuchte, fleckige Haut
  • nie gekanntes Krankheitsgefühl, extreme Schmerzen
Patricia Ley, Vizepräsidentin der Verbandes medizinischer Fachberufe e.V., ruft ihre Kolleginnen und Kollegen in Praxen dazu auf, das Thema Sepsis immer im Blick zu haben: "Sepsis kann jeden treffen, unabhängig von Alter und Vorerkrankungen. Es gibt natürlich auch Menschen mit einem höheren Risiko, so Menschen mit chronischen Erkrankungen und geschwächtem Immunsystem, Schwangere aber auch Neugeborene oder Kinder ohne ausreichenden Impfschutz. Deshalb ist es wichtig, in der täglichen Arbeit mit den Patientinnen und Patienten, bei der Anamnese schon auf die entsprechenden Symptome zu achten. Ihr schnelles Handeln, kann Leben retten. Informieren sie sich über Sepsis beim APS."

Das APS verweist zwar auf ermutigende Entwicklungen: So tritt zum 1. Januar 2026 erstmals ein bundesweites Qualitätssicherungsverfahren QS Sepsis in Kraft. Dieses verpflichtet Krankenhäuser, ihre Sepsis-Behandlung systematisch zu erfassen und zu verbessern. Dennoch sei das Bewusstsein für die lebensbedrohliche Erkrankung noch nicht flächendeckend in der Bevölkerung sowie beim Gesundheitspersonal angekommen. Mit Social-Media-Aktionen, einem neuen Radiospot, Präsenz in Wartezimmern und der bundesweiten Sepsis-Fahrradtour von Betroffenen und Angehörigen will das APS mehr Aufmerksamkeit schaffen.

Das APS stellt auf seiner Website zudem Broschüren, Infomaterialien und Flyer rund um die Sepsis für Medizinisches Fachpersonal, Patient*innen und pflegende Angehörige, Schwangere und Eltern sowie Interessierte zur Verfügung:

Zum kostenfreien Download und zur Bestellung der Materialien auf der Seite des Aktionsbündnisses.
Weitere Informationen gibt es auch bei der Deutschen Sepsis-Gesellschaft.

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