9.10.2026 | Fachinformation

Woche der Seelischen Gesundheit vom 10. bis 20. Oktober

Unter dem Motto "Miteinander statt nebeneinander - für eine Gesellschaft, in der jede Psyche zählt" findet vom 10. bis 20. Oktober 2026 bundesweit die Woche der Seelischen Gesundheit statt. Im Mittelpunkt stehen in diesem Jahr Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen und die Frage, wie gesellschaftliche Teilhabe gelingen kann.

Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit koordiniert die bundesweite Aktionswoche. Es setzt sich für die Prävention psychischer Erkrankungen, die Förderung der seelischen Gesundheit, die Aufklärung über psychische Erkrankungen und insbesondere für deren Entstigmatisierung ein. Ziel ist ein gesellschaftliches Miteinander, das Menschen mit psychischen Erkrankungen einbezieht und ihnen Akzeptanz und gleichberechtigte Teilhabe ermöglicht.

Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit besteht seit 2006. Es wurde von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V. (DGPPN) und dem Verein Open the doors initiiert und gegründet. Im Aktionsbündnis engagieren sich Betroffene und Angehörige von Menschen mit psychischen Erkrankungen sowie professionelle Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen Versorgung, Gesundheitsförderung und Politik. Das Netzwerk umfasst rund 195 Organisationen.

Die Woche der Seelischen Gesundheit findet jedes Jahr rund um den Welttag der seelischen Gesundheit am 10. Oktober statt. In mehr als 200 Städten und Regionen informieren lokale Akteurinnen und Akteure mit über 1.000 Veranstaltungen über psychosoziale Hilfsangebote, psychische Gesundheit und Möglichkeiten zum Umgang mit seelischen Belastungen.

Auch im Alltagsleben nehmen Stress und Belastung mit der fortschreitenden Digitalisierung und dem Wandel in der Arbeitswelt zu. Stress macht nicht automatisch psychisch krank, doch der Grat zwischen Belastung und Überlastung ist schmal.

Die Ergebnisse einer Online-Umfrage zum Thema "Psychische Belastungen in der Zahntechnik" vom Verband medizinischer Fachberufe e.V. (vmf) aus dem Jahr 2019 zeigten, wie wichtig es ist, das Thema Arbeitsschutz im Berufsalltag mehr in den Fokus zu rücken: Über 70 Prozent der Zahntechniker*innen klagten über sehr hohen Arbeitsstress. Ebenso hatten Studien der Universität Düsseldorf die hohe Stressbelastung im Beruf MFA nachgewiesen. Artikelserie Arbeitsschutz

Auch individuelle Voraussetzungen spielen eine Rolle dabei, wie Beschäftigte mit Anforderungen und Belastungen umgehen. Dazu gehören beispielsweise persönliche Kompetenzen und Berufserfahrungen, der gesundheitliche Zustand sowie die Unterstützung durch das soziale Umfeld.

Ein gutes "Miteinander" kann dazu beitragen, die psychische Gesundheit im Berufsalltag zu unterstützen. Ein offener und respektvoller Austausch zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden, Empathie, aktives Zuhören, Wertschätzung und Selbstreflexion können dabei wichtige Voraussetzungen sein. Ebenso wichtig ist es, individuelle Situationen wahrzunehmen und Beschäftigten bei Bedarf Unterstützung anzubieten.

Psychische Gesundheit ist eine wichtige Grundlage für das Wohlbefinden und die Motivation von Mitarbeitenden - und damit auch für den Unternehmenserfolg. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales betont, dass gut gestaltete Arbeitsbedingungen einen entscheidenden Beitrag zur psychischen Gesundheit leisten können www.bmas.de.

Die in der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) entwickelten "Empfehlungen zur Berücksichtigung psychischer Belastung in der Gefährdungsbeurteilung" gelten als anerkannte Referenz für die betriebliche Arbeitsschutzpraxis. Die Empfehlungen liegen inzwischen in einer 4. überarbeiteten Auflage vor und können auf der Website der GDA heruntergeladen werden: www.gda-portal.de

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