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EPD 2013 - Landesverband West

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Oberhausen. Am 20. März 2013 hatte die Gleichstellungsstelle im Büro für Chancengleichheit eine Veranstaltung unter dem Motto „Lohnfindung in Gesundheitsberufen – viel Dienst, wenig Verdienst?“ organisiert. Als Vertreterin unseres Verbandes habe ich die Einladung zur Podiumsdiskussion gern angenommen. Unsere Bürgermeisterin hielt eine sehr schöne Eröffnungsrede, in der sie dazu aufrief, Frauen und Männer gleichzustellen. Danach hielt Helmut Wallrafen-Dreisow ein Impulsreferat über die ungerechte Verteilung der Gelder im Altenpflegebereich. Die nachfolgenden Diskussionsbeiträge beschäftigten sich dann immer wieder mit dem Thema, wie arm doch unsere Heimleiter dran sind. Somit hatten Frau Tschaut und ich einiges zu tun, um zum eigentlichen Thema wieder zurückzukommen: Unsere Mitarbeiter/innen und deren schlechte Bezahlung!

Ich habe betont, dass es in Nordrhein immer noch keine Tarife für die ZFA gibt und die Vereinbarkeit Familie und Beruf mehr als schlecht ist! Im Publikum waren leider keine Kolleginnen aus unserem Beruf. Angereist war allerdings war eine ganze Klasse Altenpfleger/innen. Ihnen habe ich dann noch auf den Weg mitgegeben: Ihren Beruf wertzuschätzen und so auch den Beruf nach außen zu tragen. Stolz zu sein, Dienst an den Anderen zu leisten und zu einer besseren sozialen Gemeinschaft beizutragen. Den Beruf gewissenhaft auszuüben und ihn jeden Tag mit dem Gedanken anzugehen, dass man mit MENSCHEN „arbeitet“. Außerdem habe ich immer wieder aufgerufen, sich zu organisieren, mehr Gewerkschaft mehr Verdienst.

Im Anschluss waren Infoinseln für die Teilnehmer aufgebaut worden und ich hatte noch das eine oder andere interessante Gespräch. Unsere Visitenkarten kamen sehr gut an und ich wurde von einer älteren Dame angesprochen, dass sie es jetzt üben würde nicht mehr Sprechst**** zu sagen! Alles in allem war es ein schöner Nachmittag, nur leider etwas für unsere Berufe am Thema vorbeigegriffen. Warten wir auf 2014.
Nadine Pütz

Bonn. Am 22. März 2013 hatten wir den EPD Stand am Bottlerplatz Bonn aufgebaut, mit einigen Passanten – meist Frauen! – kamen gute Gespräche zustande, die Protestierenden gingen demonstrierend mit Trillerpfeifentönen durch die Bonner Innenstadt und machten auf die Lohnunterschiede aufmerksam.
Der Bonner Generalanzeiger führte ein Interview, der WDR fotografierte die acht Stände von den Verbänden. Mitgemacht haben neben unserem Verband der BWP, Women & Work, Mütter für Rentengerechtigkeit, Hebammenverband Bonn, Die Grünen, Deutscher Juristinnenbund, KAB, Verband aktiv unabhängiger Frauen sowie die Gleichstellungsfrauen der Stadt.


Düsseldorf. Das Kompetenzzentrum Frau und Beruf in Düsseldorf hatte zu einem Informationsstand auf dem Heinrich-Heine-Platz eingeladen.

In der Berichterstattung wird Dagmar Burkandt vom Verband medizinischer Fachberufe e.V. zitiert: "Die Zustände in der Branche - gerade bei Medizinischen Fachangestellten und Altenpflegern - sind katastrophal. In Kleinbetrieben haben Angestellte nur wenig Rechte, werden mit niedrigen Gehältern abgespeist." (Rheinische Post am 22. März 2013)

Ostbevern. Lohnfindung in den Gesundheitsberufen – viel Dienst, wenig Verdienst - am 25. März 2013, hatte die CDU Ostbevern (Westfalen) zu diesem Thema eingeladen. Prominenter Gast war der Bundestagsabgeordnete und gesundheitspolitische Sprecher der CDU/CSU Jens Spahn. Er referierte zum Thema: "Soziale Gerechtigkeit im zukunftsorientierten Gesundheitswesen - wie geht das?"

Herr Spahn betonte, dass unser Gesundheitssystem - so wie wir es kennen - ohne die fachliche Qualifikation und die häufig überpflichtgemäße Einsatzfreude der Beschäftigten nicht aufrechtzuerhalten sei. In Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen erreichen die Personalkosten schon heute mehr als zwei Drittel der Gesamtkosten. Dennoch seien die Löhne für die nichtärztlichen Fachkräfte, die zu mehr als 80 Prozent weiblich sind, niedriger als in anderen Branchen. Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften werde in Zukunft nicht zu decken sein ohne eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Deutlich sprach er mehrmals von höheren Kosten, die auf die zu versorgende Bevölkerung zukommen werden, wenn der Versorgungsstandard gehalten werden soll.

Danach habe ich unser EPD-Statement vorgetragen. Schnell wurde deutlich, dass viele Punkte schon angesprochen waren. Allerdings konnte ich die unterschiedlichen Bedingungen und Ausbildungen im ambulanten und stationären Sektor deutlich machen. Zudem habe ich auf die implementierten arztentlastenden Strukturen in Westfalen-Lippe sowie auf die tarifliche Situation von Medizinischen, Zahnmedizinischen und Tiermedizinischen Fachangestellten und das gute interdisziplinäre Zusammenarbeiten am und mit den Patienten hingewiesen.

Die Gäste gaben mir eine gute Rückmeldung, denn ohne Zweifel haben sie gute Erfahrungen mit kompetenten Angestellten in ihren Praxen. Das von mir mitgebrachte Informationsmaterial fand an den Tischen regen Zuspruch und führte im Anschluss an die Diskussion noch zu wertvollen Gesprächen.

Jens Spahn hat unsere Pressemappe mit großem Interesse angenommen und wusste schon von unserem Brief an die Ministerin Schröder bezüglich der fehlerhaften Berufsbezeichnung im EPD-Magazin 2013.
Brigitte März

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