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EPD 2014 - Aus den Landesverbänden

Am 21. März war Equal Pay Day. Frauen aus unserem Verband waren in verschiedenen Städten dabei und bericht über ihre Aktionen.
-> im Landesverband Ost
-> im Landesverband Nord
-> im Landesverband Süd

LANDESVERBAND OST
Berlin
Die richtige Portion Wind für die Fahnen und strahlenden Sonnenschein hatte Berlin am Equal Pay Day zu bieten. Deutscher Gewerkschaftsbund, Deutscher Frauenrat und der Sozialverband hatten zur Kundgebung auf dem Pariser Platz direkt am Brandenburger Tor aufgerufen. Beste Voraussetzungen für einen regen Zuspruch. Bürgerinnen und Bürger, nicht nur dieser Stadt, sondern aus allen Ländern der Welt nahmen teil. Die Roten Taschen - als Symbol für die Lohnungerechtigkeit für das Minus im Portemonnaie der Frauen - waren schneller vergriffen als ausgelegt.

Ein buntes Bild. Doch zur Freude für Frauen gab es wenig Anlass. Weder hat sich etwas Grundsätzliches an der Gleichstellung der Entlohnung von Frauen und Männern verändert, noch ist es vorangegangen in der Gleichbehandlung von gleichwertigen Berufen. Deshalb ist es für unseren Verband wichtig, die Gleichwertigkeit der Berufe immer wieder in den Fokus zu rücken.
Dass wir dringend Änderungsbedarf sehen, wissen auch unsere Kolleginnen und Kollegen. Wo aber bleiben sie an einem solchen Tag? Der Termin steht früh fest und es wäre so wichtig, dass wir als Verband mit Transparenten und Fahnen Aufmerksamkeit erregen. Unsere Berliner Kolleginnen und Kollegen waren nicht sichtbar. Schade!
Gabriele Krüger (sie wird vor Ort auch immer von ihrem Ehemann unterstützt) und ich standen also am Brandenburger Tor, führten interessante Gespräche und lauschten den Reden der gewerkschaftlichen und politischen Vertreterinnen und Vertreter und verteilten unsere Flyer und Visitenkarten. Auch mit unseren Plakaten erregten wir viel Aufmerksamkeit.
Margret Urban

Wiesbaden
Initiatorinnen des "Red Dinners" auf dem Mauritiusplatz in Wiesbaden waren Rosemarie Steinhage vom Business and Professional Women (BPW) - Germany e.V. und Birte Siemonsen vom Referat der Kommunalen Frauenbeauftragten. Nicole Morales Kränzle und ich waren gern gesehene Unterstützerinnen des Anliegens, mit Passantinnen bei Kaffee und Kuchen das diesjährige Motto „...und raus bist du? Minijobs und Teilzeit nach Erwerbspausen“ zu diskutieren. Gleichzeitig hatten wir Gelegenheit, unser Infomaterial zu verteilen und damit unseren Verband zu repräsentieren.
Um auch akustisch auf die Aktion aufmerksam zu machen, hatten die beiden Initiatorinnen wieder musikalischen Beistand durch das bewährte Blechblasorchester organisiert. Mit prominter Unterstützung durch den Wiesbadener Oberbürgermeister Sven Gerich gaben wir das Lied "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" (nach der Melodie "Freude schöner Götterfunken") zum Besten.
Bettina Henkel

LANDESVERBAND NORD
Hamburg
Sogar der Himmel weinte, als wir uns vom Verband medizinischer Fachberufe e.V. zur Aktion des DGB zum Equal Pay Day am 21.03.2014 in Hamburg trafen... Im Gegensatz zu Berlin hatten wir keinen strahlenden Sonnenschein, sondern strömenden Regen. Trotzdem traf sich ein harter Kern mitten in Hamburg auf der Reesendammbrücke/Jungfernstieg zur Aktion des DGB, um 78-Euro-Scheine und die Forderungen unseres Verbandes zu verteilen. Der 78-Euro-Schein macht den statistischen Unterschied zum Verdienst des Mannes aus dem Jahr 2013 deutlich, der im gleichen Zeitraum 100 Euro verdient hat. Oder wir sagen, dass wir bis zum 21. März 2014 gearbeitet haben, um den gleichen Verdienst wie die Männer erwirtschaftet zu haben...

Das hat viele Gründe, einer davon ist der Minijob und die Teilzeitbeschäftigung nach der Familienpause. Das trifft ganz besonders die Kolleginnen aus unseren Berufen und stellt ein großes persönliches Risko für diese Frauen später dar. Sie erhalten eine viel geringere Rente und rutschen nicht selten in die Alterarmut. Die Aktionen zum EPD informieren und zeigen Wege, wie der Verdienstabstand persönlich und gesellschaftlich in Angriff genommen werden kann.
Ich finde es sehr wichtig, dass unser Verband hier seine Stimme einbringt, Kontakte knüpft und Argumentationen austauscht. Das erweitert die Wahrnehmung unseres Verbandes in der Öffentlichkeit. Und auf diese Vernetzung mit anderen Verbänden und eine sich entwickelnde Solidarität bezüglich der Wertschätzung unserer Berufe (verbunden mit einer leistungsgerechten Bezahlung) sollten wir nicht verzichten.
Vielen Dank an Angelika Rueckfort und Uta Marx für ihre Unterstützung. Seid ihr nächstes Jahr wieder dabei? Ich hoffe, dass der Equal Pay Day dann früher stattfindet!
Sabine Ziercke

LANDESVERBAND SÜD
München
Ab 12 Uhr startete in München der Aufbau für den Aktionstag. Im und vor dem Rathaus wurden fleißig rote Taschen aufgehängt. Von 15 bis 18 Uhr fanden auf dem Marienplatz verschieden Aktionen statt. Damit wollten wir die Passanten auf den Tag aufmerksam machen und ins Rathaus zu den Ständen und der anschließenden Podiumsdiskussion locken.
Biljana Baumgartner und ich begannen, mit Geldscheinen bestückt, die Flyer mit unseren Forderungen und die Traubenzucker mit den richtigen Berufsbezeichnungen zu verteilen. Das war die Gelegenheit, um auch über die finanzielle Situation der Kolleginnen zu sprechen. Unter anderem ergab sich auch eine Diskussion mit einem Arztehepaar, das unsere Situation schon verstehen konnten, aber auch auf die für sie hohen Lohnnebenkosten hinwies. Hier waren wir einstimmig der Meinung, dass unsere Leistungen in den Gebührenordnungen mehr berücksichtigt werden müssen. Zudem war herauszuhören, dass selbst im ländlichen Bereich Probleme bestehen, qualifiziertes Personal zu bekommen. Dies kann für unsere Gehaltswünsche nur von Vorteil sein.
Große Aufmerksamkeit erweckte die Perkussion-Gruppe Stock'werk: Orange, die mit ihren Trommeleinlagen viele Passanten anzog.
Um 15:22 Uhr (wegen den 22 Prozent weniger) begann die kollektive Strickaktion. Hier entstand aus Plastikabsperrbändern eine rote EPD-Tasche im Großformat.
Während Billi und ich auf dem Marienplatz aktiv waren, betreuten Rosi Schelle und ihre Freundin Sylvie unseren Infostand. Dieser wurde unter anderen auch von Frau Bause (Die Grünen), Dieter Reiter (OB-Kandidat SPD München) und von Josef Schmid (OB-Kandidat CSU München) besucht. Mit Dieter Reiter konnte ich anschließend ein interessantes Gespräch führen und auf die ungerechte Bezahlung von Medizinischen und Zahnmedizinischen Fachangestellten im öffentlichen Dienst aufmerksam machen. Unsere Berufe sind bei gleicher Tätigkeit in den Kliniken bis zu drei Gehaltsstufen geringer eingestuft als die Pflege. Hierzu wurde mir auch ein ausführliches Gespräch zugesagt.
Anschließend fand um 18 Uhr die alljährliche Podiumsdiskussion statt. Zum Schluss kam es noch zu einem gemütliches Beisammensein und es fand ein reger Austausch unter den Bündnispartnern statt.
Fazit: München war wieder eine gelungene Aktion, da wir wieder einmal intensiv auf unsere nicht ganz einfache Tarifsituation und die Probleme der Kolleginnen in den niedergelassenen Praxen aufmerksam machen konnten. Nur durch solche wiederholten Aktivitäten wird sich an unserer Situation etwas ändern. Ich werde mich auch weiterhin dafür einsetzen.
Claudia Gentz
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