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Landesverband Süd

München.Wegen Bauarbeiten wurden die EPD-Aktionen ins Rathaus am Münchener Marienplatz verlagert. Während wir unseren Stand aufbauten und dekorierten staunten wir über das schöne Innere des Rathauses. Schnell kamen wir mit den Frauen anderer Netzwerke ins Gespräch. Wir tauschten uns aus und diskutierten über die Ursachen der
Lohnungleichheiten im Allgemeinen und der "schlecht bezahlten Frauenberufe" im Besonderen. Ganz positiv war, dass ein umfangreiches Aktionsbündnis für ein gemeinsames Oberziel stand, nämlich die Anerkennung und Wertschätzung der Arbeitsleistungen von Frauen. Diese positive Grundstimmung herrschte den ganzen Vor- und Nachmittag über bis in den Abend hinein. Als es um 15.00 Uhr losging, wurden die Gänge schnell voll. Viele lernten uns kennen und nahmen Flyer mit, um sie im Bekanntenkreis weiterzugeben.
Es war eine Herausforderung, als mich eine Dame mittleren Alters fragte, weshalb Frauen einen Beruf wählen, der schlecht bezahlt sei und aus Hilfsarbeiten bestünde (so wie unser Beruf). Nach einer intensiven Unterhaltung gingen wir beide friedlich und vor allem aufgeklärter auseinander.
Als dann aus dem Nichts drei junge Mädchen vor mir standen und mich fragend anblickten, entstand eine kleine Informationsveranstaltung. Eine interessierte sich für die Ausbildung zur ZFA, die andere hörte ganz genau hin, als es um die MFA ging. Die Dritte wollte Köchin werden, spitzte ihre Ohren und schärfte ihre Augen jedoch trotzdem.
Nachdem wir drei Stunden Rede und Antwort standen und auf Wunsch Blutzuckker und Blutdruck gemessen haben, war der EPD um 18 Uhr vorbei. Wir packten unsere Infomaterialien ein und gesellten uns in guter Stimmung und gutem Hunger zu Getränk und Häppchen zu den anderen tatkräftigen Frauen.
Biljana Baumgartner

Würzburg. Auch dieses Jahr war unser Verband wieder Mitglied im Aktionsbündnis EPD in Würzburg. Bereits am 9. März fand im Matthias-Ehrenfried-Haus ein Info-Tag unter dem Motto „Arbeitswelt im Wandel: Chancengleichheit als Wettbewerbsvorteil“ statt. Stephanie Böhm von der Akademie Frankenwarte und Evelyn Bausch, Frauenreferentin von der KAB Würzburg, hatten zu diesem Thema interessante Gesprächspartnerinnen ins Matthias-Ehrenfried-Haus eingeladen.
Vorträge wie „Frauen auf der Überholspur?“ von der Gleichstellungsbeauftragten Zoreh Salali, „Chancengleichheit als Standortfaktor“ von Asa Petersson, Geschäftsführerin der Mainfranken GmbH, „Frauen in Führungspositionen“ von Mira Bernhart vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft standen auf dem Programm.
Am 23. März hatte unser Aktionsbündnis wieder auf dem Sternplatz in Würzburg Stellung bezogen. Von 11 bis 16.00 Uhr machten die Bündnispartnerinnen die Passanten auf die bestehenden Unterschiede in der Entlohnung aufmerksam. Wir Frauen arbeiten überdurchschnittlich häufig in schlecht bezahlten Berufen, unterbrechen unsere Berufstätigkeit oder reduzieren Stunden, um Familie und Beruf in Einklang zu bringen. Auch in Führungspositionen sind wir nicht sehr häufig zu finden. Die so entstehenden Lohnlücken werden später zu großen Rentenlücken.
Zum Thema Lohnfindung befragten wir die Passanten zu ihrer Meinung und zu ihren Erfahrungen im Berufsleben. Bei den ca. 250 durchgeführten Interviews mit Passant(inn)en stimmten fast alle für eine Frauenquote. Häufig war zu hören: „Eigentlich bin ich gegen Quotierungen, aber anders lässt sich ein Wandel nicht erreichen“. Ein breites Interesse zeigten die PassantInnen an Informationen über Mindestlöhne, ein verändertes Berufswahlverhalten und Möglichkeiten der Arbeitsbewertung, Gesetzesinitiativen und die Rolle der Gewerkschaften. Insbesondere in der Reinigungsbranche scheint es wohl ein starkes Lohngefälle zwischen Männern und Frauen zu geben.
Zum Nachdenken sollten Aussagen anregen wie: „Ich würde auch für weniger Geld als ein männlicher Kollege arbeiten, wenn ich nur ein passendes Angebot hätte.“ - So sind wir erzogen worden, immer schön den Ball flach halten. Mal ganz ehrlich: Solche Gedanken sind vielen von uns schon gekommen. Da hilft nur immer, sich jeden Morgen vor den Spiegel zu stellen und zu sagen: Du bist gut, Du bist spitze, Du hast mehr verdient.
Sabine Dallner

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