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EPD 2011 - Warum?

Der Entgeltunterschied zwischen Frauen und Männern stagniert in Deutschland bei 23 Prozent. Das belegen die Ende Mai 2010 veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Um gegen die vielfältigen Ursachen von Entgeltunterschieden vorzugehen, hat das nationale Aktionsbündnis für Entgeltgleichheit zu einem weiteren Equal Pay Day am 25. März 2011 aufgerufen. Das Bündnis will zum nächsten Aktionstag vor allem die in Deutschland so verfestigten Rollenstereotype in den Fokus nehmen. Bundesweit sollen Maßnahmen und Aktionen entwickelt werden, um Rollenstereotype und deren "Verstärker" aufzudecken und abzubauen.

Traditionelle Rollenbilder beeinflussen nicht nur die Aufgabenverteilung in den Familien, sondern auch das Berufswahlverhalten von Mädchen und Jungen. So sind die Berufsbiographien von Frauen nach wie vor durch längere familienbedingte Erwerbsunterbrechungen gekennzeichnet, was zu Einbußen bei Gehalt und Karriere führt. Frauen arbeiten in hohem Maße in Teilzeit und erreichen deutlich seltener Führungspositionen.

Das derzeitige Steuer- und Sozialversicherungsrecht nährt zudem althergebrachte Rollenstereotype, indem es immer noch die Alleinverdienerehe fördert. Dies geschieht zum Beispiel durch die beitragsfreie Ehegattenmitversicherung in der Kranken- und Pflegeversicherung und die nach wie vor unzureichenden Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familien- und Erwerbsarbeit. Zudem ist es nötig, die Ausgestaltung des Ehegattensplittings auf den Prüfstand zu stellen.

Nach den am 30. Mai veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamts liegt der Entgeltunterschied in Westdeutschland sogar bei 25 Prozent, im Osten hingegen bei 6 Prozent. Im europäischen Vergleich nimmt Deutschland damit weiterhin einen der hinteren Ränge ein. Der nächste Equal Pay Day wird auf Grundlage der aktuellen Zahlen am 25. März 2011 stattfinden. Der Aktionstag kennzeichnet den Tag, bis zu dem Frauen nach Ablauf eines Jahres länger arbeiten müssten, um das durchschnittliche Vorjahresgehalt von Männern zu erreichen.

Quelle: Presseinformation des Nationalen Aktionsbündnisses zum Equal Pay Day
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