20.5.2020 | Fachinformation

Prüfungsvorbereitung TFA

Liebe Auszubildende,

wir möchten euch auf diesem Wege alles Gute für die bevorstehenden Prüfungen wünschen und noch ein paar Tipps geben:
  • Am Tag vor der Prüfung nicht mehr zu intensiv lernen, lieber mal an die frische Luft gehen
  • Bringt eure Praxiskleidung zur Prüfung mit
  • Nehmt euch etwas zum Trinken und „Nervennahrung“ mit
  • Auch Glücksbringer sind erlaubt
  • Die Prüfungsaufgabe langsam und genau durchlesen
Viel Erfolg wünscht euch eure Referatsleitung Tiermedizinische/r Fachangestellte/r

Zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen haben wir einige besonders relevante Prüfungsbereiche zusammengefasst.
Achtung: Während der Corona-Pandemie kann es zu Änderungen in den Prüfungsabläufen kommen. Bitte achtet genau auf die in der Prüfungseinladung verschickten Hinweise eurer Kammer. Schaut auch auf deren Website, ob es weitere Hinweise auf einzuhaltende Zeiten oder ähnliches gibt

Wir benennen hier zuerst den Prüfungsbereich, dann den gewünschte Durchführungsweg, abschließend häufige Fehlerquellen:

Kommunikation mit Tierbesitzer(inne)n und dem Tier - Rezeption

Durchführung
  • PB mit und ohne Tier freundlich beim Betreten der Praxis begrüßen
  • Telefoniert man in diesem Moment, durch kurzen Blickkontakt signalisieren „ich habe Sie wahrgenommen“
  • Bitte auch immer die Tiere begrüßen – kurzer Blickkontakt zur Kontrolle des gesundheitlichen Befindens des Tieres (Notfallerkennung)
  • Notfall erkannt! Dann die Vitalparameter überprüfen (KFZ, Temperatur, Atmung, Puls) und den PB mit dem Tier sofort ins Behandlungszimmer bringen und Tierarzt/Tierärztin informieren
  • Bei neuen Tierbesitzer(innen)n:
    Kontaktdaten und Informationen zum Tier aufnehmen (PB: Name PB, Adresse, Telefon, Geb.-Datum, E-Mail
    Tier: Name, Tierart, Rasse, Geburtsdatum),
  • Beim Ausfüllen dem PB behilflich sein
  • Bei Hunden/Pferden von Neukunden den Chip ablesen und mit Heimtierausweis/Equidenpass abgleichen
  • Achtung Pferdewissen: Equidenpass auf Hinweis „Lebensmittelgewinnung“ überprüfen
  • Anamnese aufnehmen (letzte Impfung, letzte Wurmkur, Freigänger (Katzen), Unverträglichkeiten/Allergien, Vorerkrankungen, Auslandsaufenthalt
  • Bei bekannten Tierbesitzer(innen)n die Stammdaten abgleichen
  • DSGVo aufklären und unterschreiben lassen
  • Vorgaben zu Hunde- und Katzenhaltung kennen – Unterschiede in den Bundesländern beachten (z.B. Niedersächsisches Hundegesetz oder Kastrationsgesetz bei Katzen)
  • Aktuelles Gewicht des Tieres ermitteln
  • Zu Tierbesitzer(innen)n nicht „Du“ sagen, sondern „Sie“, bei Jugendlichen evtl. fragen ob man „Du“ oder „Sie“ sagen darf, natürlich ist „Du“ erlaubt, wenn man sich kennt

Fehlerquellen
  • Keine freundliche Begrüßung bzw. „nichtbeachten“ des PB beim Eintreten in die Praxis
  • Nicht auf´s Rollenspiel einlassen
  • Tier/Stofftier ignoriert und dadurch evtl. den Notfall nicht erkannt
  • Deshalb die Vitalparameter nicht überprüft
  • Administrative Aufgaben vorrangig bearbeitet obwohl es sich um einen Notfall handelt
  • Keine Abgleichung der Stammdaten bzw. Kontaktdaten nicht vollständig aufgenommen
  • Anamnese nicht aufgenommen und somit wichtige Informationen zur Behandlung und Diagnostik nicht erfragt
  • DSGVo nicht unterschreiben lassen
  • Chip nicht mit Heimtierausweis/Equidenpass abgeglichen
  • Equidenpass auf Hinweis „Lebensmittelgewinnung“ an den TA/TÄ übermitteln – wichtig für weitergehende Behandlung
  • Gewicht nicht ermittelt
  • Länderspezifische Gesetzesvorgaben nicht beachten bzw. kennen
  • Einfach „Du“ sagen

Behandlungszimmer/Röntgen/OP/Labor

Durchführung
  • Vorgeschriebene Hygienemaßnahmen einhalten (keine Sprühdesinfektion, mäanderförmig wischen, unter der Matte desinfizieren, Recapping)
  • Mülltrennung
  • Alles für die klinische Untersuchung vorbereiten z.B. Stethoskop, Flohkamm, Otoskop und Aufsatz, Fieberthermometer
  • Eigene Hygiene beachten z.B. Handschuhe tragen bei Blutentnahme, Umgang mit Eiter, Kot und Urin
  • Zwangsmaßnahmen bedenken je nach Tierart z.B. Maulkorb beim Hund, Nasenbremse beim Pferd usw.
  • Stofftier wie ein lebendes Tier fixieren und behandeln (es beruhigen, streicheln usw.)
  • Im Gespräch mit dem PB die Untersuchung erklären und auch Fachbegriffe nennen
  • auf neue Handlungssituationen reagieren (z.B. PB wird übel oder wird gebissen)
  • Diagnostische Möglichkeiten in den unterschiedlichen Bereichen kennen und dem TA/der TÄ assistieren
  • Laborarbeiten (Photometrie, div. Kot-, Urin- und Blutuntersuchungen) selbstständig durchführen

Fehlerquellen
  • Sprühdesinfektion verwenden
  • Nicht mäanderförmig wischen
  • Keine Handschuhe tragen
  • Keine Instrumente für die klinische Untersuchung und weiterer Diagnostik vorbereitet
  • Zwangsmaßnahmen nicht bekannt bzw. nicht eingesetzt
  • Nicht mit Tier gesprochen
  • Keine Anwendung von Fachbegriffen
  • Auf neue Handlungssituation nicht reagiert
  • Dem TA/der TÄ nicht assistiert
  • Laborarbeiten nicht richtig durchgeführt und Ergebnisse nicht übermittelt

Abrechnung Rezeption

Durchführung
  • Medikamentenbeutel richtig beschriften (Name oder Firma des pharmazeutischen Unternehmers, Bezeichnung des Arzneimittels, Chargenbezeichnung, Verfalldatum, Name und Praxisanschrift des behandelnden Tierarztes, abgegebene Menge, Kopie der Packungsbeilage)
  • Unterschiedliche Diäten, Futtermittel, Futterergänzungsmittel, Medikamente, Pflegemittel kennen
  • Rechnung mit allen Daten nach GOT erstellen (Datum, Tierart, Diagnose, berechnete Leistungen, Rechnungsbetrag, Umsatzsteuer)
  • Medikamentenpreise richtig ermittelt + Aufschlag
  • Futtermittelpreise/Diätetikpreise richtig ermittelt
  • Verbrauchsmaterialien und angewandte Arzneimittelpreise richtig ermittelt (100% Aufschlag)

Fehlerquellen
  • Medikamententüten nicht richtig bzw. unvollständig beschriftet
  • Medikamententüten gar nicht beschriftet
  • Rechnungen nicht korrekt erstellt
  • GOT nicht richtig handhaben bzw. Behandlungsposten nicht finden
  • Berechnungstabelle für verschreibungspflichtige Tier- und Humanarzneimittel nicht kennen
  • 100% Aufschlag vergessen

Labor: Mikroskopieren I

Durchführung (außer Blutausstrich)
  • Lichtquelle einschalten
  • Präparat auf Objekttisch legen und in der Halterung befestigen
  • Okulare einstellen
  • 10-faches Objektiv für Grobeinstellung
  • Kondensor nach unten
  • die Hand an Makro-und Mikrometerschraube
  • die Blende schließen
  • Probe mäanderförmig durchsucht
  • nach der Untersuchung das Präparat, je nach Infektionsrisiko, entsorgt

Fehlerquellen
  • keine Handschuh angezogen
  • falsche Objektiv eingestellt
  • Kondensor nach oben gestellt
  • Kein Gefühl für die Einstellung bzw. Feineinstellung
  • Probe nicht mäanderförmig mikroskopiert
  • Präparat nicht ordnungsmäßig entsorgt

Labor: Mikroskopieren II

Durchführung (Blutausstrich)
  • Lichtquelle einschalten
  • unter Sicht einen Tropfen Immersionsöl auf den Blutausstrich gegeben
  • Präparat auf Objekttisch legen und in der Halterung befestigen
  • Okulare einstellen
  • das 100fache Ölimmersionsobjektiv eingestellt
  • Kondensor nach oben
  • die Hand an Makro-und Mikrometerschraube
  • unter Sicht das Objektiv in das Öl drehen
  • die Blende öffnen
  • Probe mäanderförmig durchsucht
  • nach der Untersuchung das Präparat, je nach Infektionsrisiko, entsorgt

Fehlerquellen
  • keine Handschuh angezogen
  • falsche Objektiv eingestellt
  • kein Immersionsöl verwendet
  • Kondensor nach unten gestellt
  • Kein Gefühl für die Einstellung bzw. Feineinstellung
  • Objektiv nicht im Öl
  • Blende geschlossen
  • Probe nicht mäanderförmig mikroskopiert
  • Präparat nicht ordnungsmäßig entsorgt

Labor: Präanalytik

Durchführung
  • Barcode auf das Probengefäß geklebt
  • Probe bruchsicher eingepackt (spez. Versandgefäß für Blutröhrchen, Objektträger, Kotproben usw.)
  • Versandgefäß ebenfalls mit Barcode versehen
  • DSGVo vom PB ausfüllen lassen – Weitergabe des Kontaktdaten an 3. - Labor Rechnungserstellung
  • Antrag für das Fremdlabor vollständig ausgefüllt
  • Probe und Untersuchungsantrag in die Versandtasche gelegt
  • Versandtasche ordnungsgemäß verschlossen
  • Versandtasche laut Gefahrgut-Verordnung beschriftet
  • "Freigestellte veterinärmedizinische Probe" oder "Biologischer Stoff, Kategorie B" und "UN 3373"
  • Probe zur Post gebracht oder vom Laborkurier abholen lassen

Fehlerquellen
  • keine Handschuh angezogen
  • keine Barcodes verwendet
  • Probe nicht ordnungsgemäß verpackt
  • DSGVo vergessen
  • Untersuchungsantrag falsch oder lückenhaft ausgefüllt
  • Versandtasche nicht ordnungsgemäß beschriftet

Labor: Urinstick

Durchführung
  • Handschuhe anziehen
  • Harn in ein Reagenzglas füllen
  • Teststreifen entnehmen
  • Teststreifenröhre sofort wieder verschließen
  • Teststreifen kurz (ca. eine Sekunde) in den Harn getaucht oder beträufelt (alle Testfelder sind mit Harn benetzt)
  • überschüssigen Harn entfernen
  • nach 60 Sekunden (Leukozytentestfeld nach 60 bis 120 Sekunden) die Reaktionsfarben der Testfelder mit der Farbvergleichsskala vergleichen
  • Untersuchungsergebnisse dokumentieren

Fehlerquellen
  • keine Handschuh angezogen
  • Teststreifen nicht richtig mit Urin benetzt
  • zu schnell den Teststreifen abgelesen (keine 60 sec gewartet)
  • Ergebnisse nicht dokumentiert

Labor: Untersuchung auf Pilze

Durchführung
  • Handschuhe anziehen
  • das Testmedium öffnen (Pilzagar)
  • die entnommene Probe (Haare, Schuppen) mit einer sterilen Klemme auf das Testmedium drücken
  • das Medium so verschließen, dass noch Luft zirkulieren kann
  • die Probe beschriften
  • bei Raumtemperatur (20 - 25°C) stehengelassen

Fehlerquellen
  • keine Handschuh angezogen
  • falschen Nährboden verwendet
  • Probe fest verschlossen
  • Probe nicht beschriftet
  • Probe falsch gelagert (z.B. Kühlschrank)

Labor: Hämatokritbestimmung

Durchführung
  • Handschuhe anziehen
  • Kapillare mit EDTA-Blut befüllt
  • Kapillare außen von Blutresten gereinigt
  • Kapillare an einer Seite mit Kitt verschlossen
  • Kapillare mit der geschlossenen Seite nach außen in die Zentrifuge gelegt
  • Zentrifuge austariert
  • Deckel geschlossen
  • Zentrifuge auf 5 min und 15000 xg eingestellt
  • richtigen Wert abgelesen

Fehlerquellen
  • keine Handschuhe angezogen
  • Kapillare nicht richtig befüllt
  • gar keine oder beide Seiten mit Kitt verschlossen
  • kein Gegengewicht in die Zentrifuge gelegt
  • Deckel nicht richtig verschlossen
  • falsche Geschwindigkeit bzw. Zeit eingestellt

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