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EDP 2016

Das Schwerpunktthema des Equal Pay Day am 19. März 2016 lautet
„Berufe mit Zukunft. Was ist meine Arbeit wert?“ Die Kampagne wurde am 3. November 2015 von Bundesministerin Manuela Schwesig in Berlin eingeläutet.

Unter dem Motto dreht sich die durch den Business and Professional Women (BPW) Germany initiierte und das Bundesministerium für Familie, Frauen, Jugend und Senioren (BMFSFJ) geförderte Kampagne um die Aufwertung von frauentypischen Berufen. Bereits im November laden die Equal Pay Day Foren in Berlin, Frankfurt am Main und Düsseldorf dazu ein, das neue Thema mit Expertinnen und Praktikern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zu beleuchten.

BERUFE MIT ZUKUNFT
Frauen verdienen in Deutschland im Durchschnitt 22 Prozent weniger als Männer. Selbst schuld? Oft müssen Frauen sich anhören, sie sollen doch andere Berufe wählen. Fest steht: Erziehung und Pflege sind z4kunftsorientierte Berufe und trotzdem vergleichsweise schlecht bezahlt.

„Unser Hauptanliegen ist, die Wertschätzung gegenüber frauentypischen Dienstleistungen auch monetär zu erhöhen“, erklärt Henrike von Platen, Präsidentin des BPW Germany . „Zudem muss die Berufswahl im sozialen wie technisch-naturwissenschaftlichen Bereich frei von Rollenbildern oder Barrieren bei der Vereinbarkeit von Familie und Karriere erfolgen. Beides ist zentral, nicht nur um die Lohnlücke zu schließen, sondern für die Sicherung von Fachkräften und für eine zukunftsfähige Wirtschaft unseres Landes.“

Ziel der Kampagne zum Equal Pay Day 2016 ist es, mögliche Lösungsansätze und positive Konsequenzen der Entgeltgleichheit für Unternehmen und die Zukunft der gesamten Gesellschaft aufzuzeigen. Sowohl Frauen, Männer, Mädchen und Jungen sollen für Entscheidungen und Konsequenzen im Lebensverlauf – von der Berufswahl bis zur Rente – sensibilisiert werden.

Dazu erklärte Carmen Gandila, Vizepräsidentin des Verbandes medizinischer Fachberufe e.V.
"In der ambulanten medizinischen Versorgung, in den Arzt- und Zahnarztpraxen sowie zahntechnischen Laboratorien leisten überwiegend weibliche Medizinische und Zahnmedizinische Fachangestellte sowie angestellte Zahntechniker/innen täglich anspruchsvolle Arbeit in der Betreuung und Versorgung von Patientinnen und Patienten. Wie die pflegenden und erziehenden Berufe auch fordern sie dafür ebenfalls eine angemessene monetäre und gesellschaftliche Anerkennung. Unsere Berufsangehörigen sind als kompetente und qualifizierte Fachkräfte in den Arzt- und Zahnarztpraxen häufig die ersten Kontaktpersonen – nicht nur für organisatorische Fragen der medizinischen Versorgung. Die immer komplexeren Anforderungen unseres Gesundheitssystems, der Gesellschaft, des Wettbewerbes und der Gesetzgebung stellen sie dabei ständig vor neue Herausforderungen. Die Berufsangehörigen betreuen zunehmend mehr hochaltrige, multimorbide und demente Patientinnen und Patienten – auch in der Häuslichkeit, was für uns eine zusätzliche Arbeitsbelastung mit sich bringt.

Als Gewerkschaft verhandelt der Verband medizinischer Fachberufe e.V. Tarifverträge für Medizinische, Zahnmedizinische und Tiermedizinische Fachangestellte. Trotz beachtlicher Ergebnisse konnte noch keine Gleichwertigkeit der Entgelte mit der Pflege oder Erziehung erzielt werden. Dabei unterscheiden sich nur die Versorgungsbereiche unserer Berufe – denn sowohl in der Erziehung als auch in der Pflege und in unseren Berufen arbeiten wir mit Menschen.

Hinzu kommt, dass die Tarifverträge keine allgemeine Verbindlichkeit besitzen. Das muss sich aus unserer Sicht ändern.

Außerdem fordern wir:

EPD Foren

Deutscher Gewerkschaftsbund, Deutscher Frauenrat & Sozialverband Deutschland rufen zu einer gemeinsamen Kundgebung auf.


EPD international (englischsprachig)

Toolkit

Im Toolkit finden Sie neben den EPD Publikationen weitere hilfreiche Dokumente und Veranstaltungstipps Mehr lesen

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