8.9.2014 | Fachinformation

GNP - S3-Leitlinie zur Diagnostik des Fetalen Alkoholsyndroms

Alkoholkonsum in der Schwangerschaft und Fetales Alkoholsyndrom

Jedes Jahr erinnert der “Tag des alkoholgeschädigten Kindes” am 9. September an die traurige Tatsache, dass in Deutschland jährlich über 10.000 Kinder mit sogenannten Fetalen Alkoholeffekten und rund 2.000 Kinder mit dem Fetalen Alkoholsyndrom auf die Welt kommen. Kinder mit fetalen Alkoholeffekten weisen vielfältige geistige und körperliche Schädigungen auf. Besonders das zentrale Nervensystem kann betroffen sein. Folgen davon sind Verhaltens- auffälligkeiten wie Ruhelosigkeit und erhöhte Reizbarkeit sowie Lern- und Sprachprobleme. Kinder mit der Vollausprägung des Fetalen Alkoholsyndroms können außerdem körperliche Missbildungen wie Fehlbildungen im Gesicht, des Skeletts und der Extremitäten sowie Nierenschäden oder Herzfehler aufweisen. Die meisten dieser Schädigungen sind bleibend, sodass viele Betroffene ein Leben lang auf fremde Hilfe angewiesen sind. Das teilt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit und rät deshalb, während der Schwangerschaft und Stillzeit vollständig auf Alkohol zu verzichten.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung weist ausdrücklich darauf hin, dass die Diagnose FAS viel zu selten gestellt wird, da die professionellen Helfer im Gesundheitssystem Hemmungen haben, einen diesbezüglichen Verdacht auszusprechen oder zu wenig über das Krankheitsbild informiert sind.

Den Angaben in der S 3 Leitlinie zur Diagnostik des Fetalen Alkoholsyndroms zufolge betrug in Deutschland der Alkoholkonsum während der Schwangerschaft zwischen 14 % und 30 %. Bereits geringe Mengen Alkohol können das ungeborene Kind schädigen. Ein vollständiger Alkoholverzicht in der Schwangerschaft ist somit unabdingbar.

Eine im Frühjahr 2014 aktualisierte Broschüre gibt Antworten auf die wichtigsten Fragestellungen der sozialrechtlichen Praxis in Bezug auf die Fetale Alkoholspektrum- Störung. Die Broschüre richtet sich an alle Berufsgruppen, die über Hilfen für alkoholgeschädigte Kinder entscheiden oder aus anderen Gründen mit ihnen zu tun haben. Sie soll den zuständigen Sachbearbeitern, Familienrichtern, Staatsanwälten, Sozialpädagogen, Beschäftigten in der Wohlfahrtspflege und anderen Fachkräften praktische Hilfestellung im Umgang mit dieser Behinderung geben.

Quelle: Drogenbeauftragte der Bundesregierung. Hier finden Sie auch weitere Informationen und Hilfsangebote zu FASD, die Broschüre „Die Fetale Alkoholspektrum-Störung – Die wichtigsten Fragen der sozialrechtlichen Praxis“ sowie die S 3 Leitlinie zur Diagnostik des Fetalen Alkoholsyndroms.
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