04.05.2010

Illegalen Hundewelpenhandel aufgedeckt

Bei einer Verkehrskontrolle entdeckten Zivilfahnder der Verkehrspolizeiinspektion Feucht in einem Pkw mit ungarischer Zulassung einen kranken Welpen der Rasse „Englische Bulldogge“. Das ca. acht Wochen alte Tier befand sich in einer von mehreren aufeinandergestapelten Obstkisten. Das Junge wurde einem Tierarzt übergeben.

Bei der Durchsicht des Fahrzeuges wurden außerdem über 100 EU-Heimtierausweise gefunden. Einer der beiden Insassen, ein 34-jähriger Ungar, erklärte dazu, dass er selbst eine Hundezucht mit 13 Hündinnen verschiedener Rassen in Ungarn habe und auf Bestellung Hundewelpen in die Niederlande liefere. Er sei auf der Rückfahrt in seine Heimat und habe bei seinem letzten Geschäft ca. 20 Hundewelpen geliefert.

Der Vertrieb der Hundewelpen werde über das Internet organisiert. Mit einem mitgeführten Chip-Gerät habe er die Hundewelpen selbst gekennzeichnet und die zugehörigen Barcodes auf die selbsterstellten Heimtierausweise aufgebracht.

Der Ungar musste eine Sicherheitsleistung in Höhe von 6.000 Euro bezahlen, die gefälschten Dokumente wurden sichergestellt, ein Ermittlungsverfahren wegen Urkundenfälschung eingeleitet. Die Ermittlungen zu diversen Vergehen nach dem Tierschutzgesetz und anderen Tierschutzrichtlinien dauern an.

Quelle: Bayerische Polizei

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