28.06.2010

Wichtige Fakten zu Lungen- und Spulwürmern beim Hund

Parasitologen und Kliniker informierten kürzlich auf einem parasitologischen Symposium in Berlin über aktuelle Erkenntnisse für die Praxis. Demnach ist der Lungenwurm ein akutes Infektionsrisiko für Hunde. Dr. Manuela Schnyder, Institut für Parasitologie der Universität Zürich, zur Relevanz von Lungenwürmern: „In Deutschland ist nach neuesten Untersuchungen mindestens einer von zwanzig Hunden mit Atemwegsproblemen betroffen.“ Fallberichte der Universität Zürich unterstreichen die Gefahr: Bei 7 der 10 Patienten führte der Lungenwurmbefall zum Tod.

Eine frühzeitige anthelminthische Behandlung hätte dies verhindern können. Lungenwürmer sollten daher unbedingt differenzialdiagnostisch berücksichtigt werden. Das gilt sowohl für Patienten mit respiratorischen Symptomen als auch bei neurologischen Krankheitsbildern oder Blutungsneigungen.

In seinem Vortrag erklärte Prof. Dr. Thomas Schnieder vom Institut für Parasitologie der TiHo Hannover, dass Hunde im Alter keineswegs immer durch eine Immunität vor einem Spulwurmbefall (Toxocara canis) geschützt sind. Eine Immunität bilde sich lediglich stadienspezifisch aus und sei auf das dritte Larvenstadium beschränkt. Außerdem sei bei leichten Infektionen der Antigenstimulus zu gering, um eine vorhandene Immunität wirksam werden zu lassen. Regelmäßige Kotuntersuchungen und/oder Behandlungen gegen Spulwürmer sind daher bei Hunden jeden Alters zu empfehlen.

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