28.10.2009

Sauna kann Wirkung von Medikamenten verändern

Patienten, die regelmäßig Medikamente anwenden, sollten vor dem Saunabesuch mit ihrem Apotheker sprechen. Darauf verweist die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA). Die Wärme kann die Wirkung verschiedener Arzneimittel verändern.

So geben zum Beispiel einige wirkstoffhaltige Pflaster in der Sauna mehr Arzneistoff in die Haut und das Blut ab. Ihre Wirkung kann sich dadurch verstärken. Das betrifft zum Beispiel Wirkstoffpflaster gegen Schmerzen oder zur Raucherentwöhnung. Andere
Wärmequellen wie Heizkissen oder Wärmstrahler wirken ähnlich. Durch starkes Schwitzen kann in der Sauna zudem die Klebefähigkeit von Pflastern nachlassen, sie können sich leichter ablösen. Einige so genannte "Rheumasalben" sollten vor dem Saunagang vermieden werden, da diese Kombination die Haut zu stark reizt. Auch Insulin verträgt keine Wärme. Diabetiker, die eine Insulinpumpe tragen, sollten diese vor dem Saunagang ablegen.

Die Wärme in der Sauna empfinden viele Menschen als angenehm und
entspannend. Aber bei einigen Krankheiten sollten Patienten vorsichtig sein, denn je nach Ausmaß der Krankheit kann die Wärme die Beschwerden verschlimmern. Dazu gehören unter anderem Fieber und akute Entzündungen.

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