Inhalt
04.11.2009
ICD-10-GM 2010: DIMDI veröffentlicht endgültige Fassung
Das DIMDI hat die endgültige Fassung der ICD-10-GM Version 2010 (Internationale Klassifikation der Krankheiten, German Modification) auf seinen Internetseiten
www.dimdi.de veröffentlicht.
In die neue Version flossen über 40 Vorschläge aus Fachgesellschaften und von Fachleuten aus Ärzteschaft, Krankenkassen und Kliniken ein sowie über 100 Änderungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die Klassifikation ist eine Grundlage für das pauschalierende Vergütungssystem G-DRG (German Diagnosis Related Groups).
Ärzte und Dokumentare in den Krankenhäusern sind verpflichtet, Diagnosen nach den Deutschen Kodierrichtlinien (DKR) der Selbstverwaltungspartner zu kodieren, die für dasG-DRG-Vergütungssystem zuständig sind. Weiterentwicklung und Pflege des Vergütungssystems und der Kodierrichtlinien liegen in der Verantwortung des InEK (Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus) als deutschem DRG-Institut.
Die Verschlüsselung von Diagnosen erfolgt auf Basis des Systematischen Verzeichnisses der ICD-10-GM. Das zugehörige Alphabetische Verzeichnis mit seiner umfangreichen Sammlung von Krankheitsbezeichnungen und Synonymen erleichtert die Arbeit mit der ICD in der Praxis.
Wichtige Änderungen in der Version 2010 der ICD-10-GM:
- Verschlüsselung für die Neue Grippe ("Schweinegrippe") festgelegt.
- Schlüsselnummern für Blindheit und Sehbeeinträchtigung überarbeitet und neu geordnet, Tabelle der Sehschärfe ergänzt.
- Appendizitis, Crohn-Krankheit und Colitis (ulcerosa) differenzierter kodierbar.
- Neue Schlüsselnummer für den septischen Schock
- Neue Schlüsselnummer für HIV-Krankheit bei Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett